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Trinkwasserqualität, Wasserhärte und einsetzbare Werkstoffe in der Hausinstallation

Unser Wasserwerk betreibt ein Verbund-Versorgungsnetz mit modernen Pump-, Speicher- und Aufbereitungsanlagen. Die Anlagen werden über ein Prozessleitsystem zentral überwacht und gesteuert.

Rund 80 % des Trinkwassers stammt aus Quellen im Pfälzer Wald. Die restlichen 20 % werden aus Tiefbrunnen, die insbesondere in Monaten mit hohem Wasserverbrauch (z.B. während der Weinlese) zugeschaltet werden, gefördert. Unser Trinkwasser besitzt eine gute Qualität und erfüllt in allen Belangen die strengen Vorgaben der Trinkwasserverordnung (TrinkwV).

Mit den folgenden, nach Gemeinden unterteilten Tabellen informieren wir Sie gemäß § 21, Abs. 1 TrinkwV über die Qualität des Trinkwassers. Neben den Werten der Analysen wurde der jeweilige Grenzwert der TrinkwV angegeben. In der Übersicht sind darüber hinaus die zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzten Stoffe aufgeführt.

Die Analysewerte unterliegen Schwankungen, abhängig vom jahreszeitlich bzw. verbrauchsabhängigen Mischungsverhältnis Tiefbrunnenwasser / Quellwasser. Wir haben deshalb jahresbezogene Durchschnittswerte angegeben, da diese ein genaueres Bild wiederspiegeln als eine Einzelanalyse, die nur eine Momentaufnahme darstellt.
Auf Wunsch lassen wir Ihnen natürlich auch die letzte Einzelanalyse zukommen.
Die Aktualität der Tabellen-Angaben wird in regelmäßigen Abständen überprüft. Eine Änderung der Angaben erfolgt bei signifikanten Abweichungen.

Hier erhalten Sie Informationen über die aktuelle Trinkwasserqualität als Download.  

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Wasservergleich

Um Ihnen ein Vorstellung der guten Qualität unseres Trinkwassers zu vermitteln, haben wir eine Probe aus dem Hochbehälter Heuchelheim mit einem bekannten Mineralwasser (stilles Wasser) verglichen.

Trinkwasser aus dem Hochbehälter Heuchelheim:

  • Calcium 24
  • Magnesium 16,1
  • Natrium 1,4
  • Kalium 2,6
  • Chlorid 14,2
  • Nitrat 6,3
  • Hydro. -Carbonat 122

Ein bekanntes Mineralwasser:

  • Calcium 9,9
  • Magnesium 6,1
  • Natrium 9,4
  • Kalium 5,7
  • Chlorid 8,4
  • Nitrat 6,3
  • Hydro. -Carbonat 65,3

Ein Vergleich, der sich sehen lassen kann.

 

Geeignete Werkstoffe für die Hausinstallation

Auf seinem Weg bis zur Entnahmestelle im Gebäude kommt Trinkwasser mit verschiedenen Werkstoffen, wie Rohre und Armaturen, in Berührung.

In § 17 Abs. 1 der Trinkwasserverordnung heißt es sinngemäß: Für die Neuerrichtung oder Instandhaltung von Trinkwasserverteilungsanlagen dürfen keine Werkstoffe und Materialien verwendet werden, die im Kontakt mit Wasser Stoffe in solchen Konzentrationen abgeben, die höher sind, als es nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik unvermeidbar ist. Es dürfen keine Stoffe eingesetzt werden, die den Schutz der menschlichen Gesundheit mittelbar oder unmittelbar mindern oder den Geruch oder den Geschmack des Wassers verändern.
Diese Anforderungen gelten als erfüllt, wenn mindestens die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden.

Die Einsetzbarkeit der verschiedenen Werkstoffe in der Hausinstallation ist abhängig von der Trinkwasserbeschaffenheit. In DIN 50 930 Teil 6 sind die wasserseitigen Einsatzbereiche metallischer Rohrleitungswerkstoffe festgelegt.

Einsetzbarkeit der verschiedenen Werkstoffe im Versorgungsgebiet der VG-Werke Landau-Land:

Einsatzbereich für Kupfer:

pH-Wert > 7,4 oder
pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 und TOC - Gehalt < 1,5 mg/l
(Der TOC – Gehalt ist die Gesamtmenge an organischem Sauerstoff)
 

  • Diese Werte werden im Versorgungsgebiet der VG-Werke Landau-Land eingehalten
  • Uneingeschränkt einsetzbar für die Trinkwasserinstallation sind Kupfer, innenverzinntes Kupfer und nicht rostender Stahl.

Einsatzbereiche für schmelztauchverzinkte Eisenwerkstoffe:

Basekapazität des Trinkwassers KB 8,2 < 0,5 mmol/l
Säurekapazität des Trinkwassers KS 4,3 > 1,0 mmol/l
 

  • Beim Einsatz von schmelztauchverzinkten Eisenwerkstoffen kann die Einhaltung der in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte nicht garantiert werden. Diese Werkstoffe sollten daher in der Trinkwasserinstallation nicht verwendet werden. 
  • Rohre und Rohrsysteme aus Kunststoff sind für die Trinkwasserinstallation uneingeschränkt geeignet.
  • Alle Werkstoffe müssen den einschlägigen DIN-Normen und DVGW Arbeitsblättern entsprechen und die Installation muss von einer Fachfirma durchgeführt werden.