DSC_0006.JPG

Großes Interesse beim Infoabend zum Thema „Älter werden in Landau-Land“


Landau-Land ist zur Modellverbandsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße ausgewählt, die sich mit der Gründung eines Seniorenbeirates um die Fragen einer älter werdenden Gesellschaft kümmern will. „Wir werden älter und wir werden weniger in unseren Dorfgemeinschaften. Das heißt, wir müssen uns schon heute Gedanken machen, wie unsere Gemeinden in zehn oder zwanzig Jahren aussehen sollen“, brachte Bürgermeister Torsten Blank die demografischen Veränderungen auf den Punkt.
Begleitet wird die Verbandsgemeinde bei den Aufgabenstellungen und der Gründung eines Seniorenbeirates für 14 Monate von dem Büro Harald Nier Consulting sowie der Kreisverwaltung Südliche Weinstraße.
Der Hilfe- und Pflegebedarf bei steigendem Lebensalter entsteht im häuslichen Bereich, deshalb soll dort auch die Problemlösung erfolgen. Die Dorfgemeinde sollte seniorengerecht und pflegegerecht entwickelt und mit Infrastruktur versehen werden, so Experte Harald Nier. Ein Lösungsweg muss sein:  Die Gemeinde, die Bürgerschaft, die Vereine und die (Pflege-) Profis müssen künftig noch stärker zusammenwirken. Auch wird es einen Bedarf an neuen Wohnformen geben, wie ambulante Wohn-Pflege-Gemeinschaften, die eine 24- Stunden–Pflege und Betreuung sicherstellen können.
Eine Leitvorstellung sollte zudem eine „Sorgende Gemeinschaft“ sein. Sie kann hinschauen, wechselseitig unterstützen und kümmern. Dabei geht es zwar um ältere Mitmenschen, aber nicht nur. Die Veränderungen aufgrund der demografischen Entwicklung können auch viele positive Auswirkungen auf die Gemeinde haben, so Harald Nier, der diesen Prozess auch schon im Landkreis Germersheim begleitet hat.
Eine altersgerechte Gemeinde – wie geht das? Anregungen kamen an dem Abend aus der Praxis anderer Gemeinden, aber auch als Wunsch und Anregung für die Arbeit des Seniorenbeirates von den Besuchern: Nahversorgung vor Ort, Mobilität, ärztliche Versorgung, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, finanzielle Förderung alternativer Wohnformen, Kursangebote für Senioren in der Nähe.
Das Fazit des Abends: Landau-Land will das Thema aktiv angehen. In jeder Ortsgemeinde soll es einen Seniorenbeauftragten geben, der in den Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde entsendet wird. Alle Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an der Mitarbeit haben, sollen sich bei ihrem Ortsbürgermeister oder Gemeinderat melden. „Unser Ziel ist, dass der Seniorenbeirat im Frühjahr erstmals zusammenkommt und seine Arbeit aufnimmt“, so Bürgermeister Blank im Ausblick auf das weitere Vorgehen.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.