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Impflingen und Göcklingen sind Schwerpunktgemeinden

29 Kommunen hat Innenminister Roger Lewentz als neue Schwerpunktgemeinden in Rheinland-Pfalz anerkannt. Damit werden ab dem Programmjahr 2018 insgesamt 137 Dörfer von einer Schwerpunktanerkennung profitieren.

Mit dabei sind die Landau-Land-Gemeinden Impflingen und Göcklingen. Damit besteht für die beiden Ortschaften die Möglichkeit, in den kommenden acht Jahren Projekte gefördert zu bekommen, die der Verbesserung der örtlichen Infrastruktur und der Weiterentwicklung der Gemeinden dienen. „Rund 18,7 Millionen Euro stehen in diesem Jahr zur Förderung von Dorferneuerungsmaßnahmen zur Verfügung. Mit dieser Summe können wichtige Projekte realisiert werden, die zur weiteren Verbesserung der Infrastruktur in unseren Dörfern beitragen“, so der Minister.

Für die Stärkung der Innenentwicklung steht den privaten und öffentlichen Bauherren eine qualifizierte Bauberatung zur Verfügung. Zusammen mit der Dorfmoderation wird damit ein umfassender Beteiligungsprozess in Gang gesetzt und es kann ein zukunftsbeständiges Leitbild entwickelt werden. Die Ergebnisse dieser breit angelegten Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit sind elementare Bestandteile der zu erarbeitenden Entwicklungskonzepte. Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde sei eine Art Selbstverpflichtung verbunden, sich der Dorferneuerung im besonderen Maße anzunehmen.

Urteilsbegründung für Göcklingen:
"Die Ortsgemeinde Göcklingen mit 897 Einwohnern ist seit 1983 Dorferneuerungsgemeinde und seit 2002 anerkannter Fremdenverkehrsort. Die Gemeinde möchte mit der Durchführung einer Dorfmoderation einen breiten Beteiligungsprozess aller Gruppen in der Ortsgemeinde in Gang setzten. Das Interesse an der Dorferneuerung soll geweckt werden und Schwerpunkte für die künftige Ortsentwicklungerarbeitet werden. Bereits im Jahr 2016 wurde seitens der Gemeinde ein Maßnahmenkonzept erarbeitet, welches sich dem Sanierungs- und Umstrukturierungsbedarf im Ort widmet. Dieser Bedarf ist nicht zuletzt aus dem demografischen Wandel und den Umstrukturierungen in der Landwirtschaft entstanden. Diese Maßnahmen sowie die Ergebnisse aus dem Moderationsprozess und den sich hieraus ableitenden Vorhaben sollen in dem fortzuschreibenden Dorferneuerungskonzept dokumentiert werden. Die bestehende intakte und sehr aktive Vereinsstruktur soll weiter gestärkt werden um somit zu einer Stabilisierung und Weiterentwicklung des kulturellen Lebens in der Ortsgemeinde beitragen. Mit den weiteren Instrumentarien wie der Beratung privater Bauherren und der Förderung der ortsbildgerechten Sanierung kann weiterer Schritt für die touristische Entwicklung und die Naherholung gesetzt werden. Damit wird auch ein Grundstein für die Sicherung der Grundversorgung gelegt."

Urteilsbegründung für Impflingen:
"Die OG Impflingen hat 920 Einwohner und umfasst vier Wohnplätze: Birkenhof, Gertrudenhof, Petershof und Sonnenberghof. Die Ortsgemeinde ist seit 1986 anerkannte Dorferneuerungsgemeinde. Mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde möchte die Gemeinde den Dorferneuerungsgedanken wiederbeleben. Dieser wurde auch angestoßen durch den geplanten Bau einer Dorfumgehungsstraße und der daraus sich ergebenden Frage nach der Innenentwicklung der Gemeinde. Mit Hilfe der Dorfmoderation kann dieser Bürgerbeteiligungsprozess qualifiziert und aktiv begleitet werden. Das vorhandene rege Vereins- und Kulturleben soll gestärkt und weiterentwickelt werden. Die Grundversorgung soll gesichert werden, um sowohl jungen Familien wie auch älteren Bürgern ein angenehmes und attraktives Wohnumfeld zu bieten. Die Gemeinde beabsichtigt mit der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde und den Instrumentarien der Dorferneuerung zusammen mit den Einwohnern die Folgen des demografischen Wandels sowie des Strukturwandels im Weinbau in ein Konzept für die nachhaltige Entwicklung der Ortsgemeinde zu entwickeln. Schwerpunkte dabei werden gesehen in der Naherholung, dem Tourismus sowie der Entwicklung einer kinder- und jugendfreundlichen sowie generationengerechten Wohngemeinde gesehen. Neben den Vorhaben der Ortsgemeinden sollen auch den privaten Bauherren mit Hilfe der baulichen Beratung motiviert werden, ihre Gebäude ortsbildgerecht zu sanieren oder um zu nutzen."