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Klimaschutz

Energiespartipps
  • Februar 2019

    Der hydraulische Abgleich

    Hydraulik ist die Lehre vom Strömungsverhalten der Flüssigkeiten. Mit dem hydraulischen Abgleich wird sichergestellt, dass jeder Heizkörper oder Heizkreis einer Fußbodenheizung genau die richtige Menge an Heizungswasser erhält, um die Räume je nach gewünschter Raumtemperatur zu erwärmen.

    Bei hydraulisch nicht abgeglichenen Systemen werden oftmals manche Räume gar nicht warm, andere nur langsam und wieder andere Zimmer können überhitzt sein. Meist versucht man das Problem zu lösen, indem man die Vorlauftemperatur oder die Umwälzpumpenleistung erhöht. Zugleich erhöht man aber auch den Energieverbrauch und oft auch die Lautstärke der Fließgeräusche.

    Beim Hydraulischen Abgleich berechnet ein Fachmann vom Heizungskundendienst zunächst die Heizlast für die einzelnen Räume und bestimmt auf dieser Grundlage die benötigte Menge an Heizwasser je Raum. Anschließend stellt er die errechneten Werte an jedem Thermostatventil eines Heizkörpers oder Heizkreises einer Fußbodenheizung ein. Voraussetzung für exakten Abgleich sind jedoch voreinstellbare Thermostatventile, die häufig im Zuge eines hydraulischen Abgleichs nachgerüstet werden müssen.

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    © Verbraucherzentral

    Die Investition in einen hydraulischen Abgleich und eventuell neue Thermostatventile zahlt sich jedoch durch die geringeren Energiekosten schon nach wenigen Jahren aus. Außerdem werden sowohl der hydraulische Abgleich als auch die Erneuerung der Thermostatventile vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit 30 % bezuschusst. Das gleiche gilt übrigens für den Einbau einer hocheffizienten, geregelten Heizungspumpe, durch die sich weitere große Energieeinsparungen erzielen lassen.

    In älteren Gebäuden, die bisher wenig oder gar nicht baulich modernisiert wurden, sind mit dem hydraulischen Abgleich kaum Einsparungen zu erreichen, da diese durch die Wärmeverluste der ungedämmten Außenhülle ganz oder teilweise wieder „aufgefressen“ werden.

    Vorsichtig geschätzt sind nur 20 bis 30 % der Heizungssysteme in deutschen Haushalten hydraulisch abgeglichen. Ob ein hydraulischer Abgleich auch in Ihrem Haus sinnvoll ist, verrät Ihnen ein Energieberater der Verbraucherzentrale beim Gebäude- oder Heiz-Check. Die Kosten für einen solchen Check belaufen sich auf maximal 30 €. Für Mieter bietet sich ein kostenloser Basis-Check an, um Energieeinsparpotentiale im Haushalt aufzudecken. Die Anmeldung ist telefonisch möglich unter 0800 60 75 600.

    Weitere Informationen zur BAFA-Förderung finden Sie unter:
    http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Heizungsoptimierung/heizungsoptimierung_node.html

    (Quellen: Ronald Meyer (BVGeM); Verbraucherzentrale)

  • Januar 2019

    Richtig Heizen und Lüften

    Feuchtigkeit in der Luft
    Beim Schlafen gibt jeder Mensch pro Stunde etwa 40 bis 50 g Feuchtigkeit ab. Das ist in einer Nacht fast ein halber Liter. Bei leichten Aktivitäten wie z.B. Hausarbeit sind es schon 120 bis 200 g pro Stunde. Weitere Feuchtigkeitsquellen im Haushalt sind Aktivitäten wie Kochen, Duschen oder Baden aber z.B. auch Zimmerpflanzen. So kommt schnell eine ganze Menge an Wasserdampf zusammen, die sich als Luftfeuchtigkeit in der Raumluft ansammelt. Ab 60 % relativer Luftfeuchtigkeit kann es problematisch werden, da das Wasser dann an kühleren Stellen z.B. an Außenwänden oder Fensterrahmen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit kondensiert. Dadurch steigt das Schimmelrisiko.

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    © CO2online

    Als Faustformel für ein gutes Wohnklima im Winter gilt, dass die Temperaturen zwischen 18 und 22° C und die relative Luftfeuchtigkeit bei 35 bis max. 55 % liegen sollte. Ist die Luft trockener können sich Probleme mit den Atemwegen, den Augen oder der Haut einstellen. Im Schlafzimmer kann es auch etwas kälter sein, doch dann muss die Feuchtigkeit besonders im Auge behalten werden. Ein Wohnklima-Messgerät oder Hygrometer kann helfen die Luftfeuchtigkeit und die Raumtemperatur im Blick zu behalten. Gute Geräte sind bereits ab ca. 20 Euro erhältlich.
    Zwischen Räumen mit unterschiedlichen Temperaturen sollten unbedingt die Türen geschlossen bleiben, denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Kommt wärmere Luft, in der mehr Feuchtigkeit gespeichert ist, in einen kälteren Raum, kann sich die Feuchtigkeit im kälteren Raum niederschlagen.

    Lüften
    Im Winter sollten Sie zwei- bis viermal pro Tag mindestens fünf Minuten Stoß- oder Querlüften. Die Heizkörper sollten Sie davor unbedingt zudrehen, sonst heizen Sie direkt nach draußen. Auch wenn es während des Stoßlüftens scheinbar furchtbar kalt wird, ist es nach dem Schließen der Fenster auch schnell wieder warm, da Möbel und Wände in der kurzen Zeit des Stoßlüftens kaum abkühlen. Dauerhaftes Kipplüfen sollten Sie dagegen vermeiden. Es sorgt kaum für Luftaustausch, die Wärme der Heizkörper unter dem Fenster entweicht praktisch sofort und um die Fenster herum kühlen Fensterrahmen und Wand stark aus, wodurch das Schimmelrisiko steigt. Das Schlafzimmer sollten Sie vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen lüften.
    Ein weiterer Vorteil gut gelüfteter Räume ist, dass die Menge an ausgeatmetem Kohlenstoffdioxid CO2 geringer ist. Bei CO2-Mengen in der Raumluft über 1000 ppm (Teile pro Million) sinkt die Konzentrationsfähigkeit und die Müdigkeit nimmt zu. Das ist besonders wichtig am Arbeitsplatz, in Schulen und Kindergärten.

  • Dezember 2018

    Energiesparen in der Weihnachtszeit

    Am 25. Dezember, dem ersten Weihnachtsfeiertag, liegt der Energieverbrauch in vielen deutschen Haushalten um 30 % höher als an gewöhnlichen Tagen. Energieversorger bezeichneten dies früher als die „Gänsebratenspitze“. Wie geben Ihnen hier einige Tipps, um Ihren Energieverbrauch vor, während und auch nach den Festtagen zu senken und der Umwelt etwas Gutes zu tun.

    Heizen
    Durch moderates Heizen lässt sich sehr viel Energie einsparen. Noch dazu schwächt der dauerhafte Aufenthalt in zu stark beheizten Räumen die Abwehrkräfte. Daher empfehlen wir Ihnen, Ihre Heizung auf 20° C einzustellen. Das entspricht bei den meisten Heizungen der Stufe 3. Ob es 21 °C oder 22 °C im Wohnzimmer ist, werden Sie kaum spüren. Doch dieses eine Grad erhöhten den Energieverbrauch der Heizung bereits um rund 6 Prozent. Wenn Freunde und Familie zu Gast sind, beim Kochen oder Backen wird es meist auch ohne Zutun der Heizung wärmer.
    Verreisen Sie über die Festtage, dann empfiehlt es sich die Heizung herunter zu regeln, aber nicht ganz auszuschalten, da sonst das Schimmelrisiko steigt. Elektrische Standby-Geräte sollten dagegen ganz abgeschaltet werden. Sie sind heimliche Stromfresser.

    Plätzchenbacken
    Vor dem Einschalten des Backofens empfiehlt es sich, alle nicht verwendeten Bleche und Roste aus dem Ofen zu nehmen. Diese würden sonst mit aufgeheizt werden, was den Energieverbrauch stark erhöht.
    Wenn Sie verschiedene Plätzchensorten direkt hintereinander backen, können Sie Leerläufe vermeiden und müssen den Ofen weniger nachheizen. Einige „unempfindliche“ Plätzchensorten benötigen zudem keinen vorgeheizten Ofen, z.B. Mürbeteigplätzchen. Zusätzlich hilft die Umluftfunktion beim energiesparenden Backen. Und natürlich sollte die Ofentür so wenig und so kurz wie möglich geöffnet werden. Ist das letzte Blech im Ofen, kann ungefähr nach der Hälfte der angegebenen Backzeit der Ofen ausgeschaltet werden. Das spart nicht nur Energie, sondern verhindert auch, dass die letzten Kekse anbrennen.

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    © Sandra Hubert


    Geschenke

    Schenken bereitet allen Freude, den Beschenkten und dem Schenkenden. Damit die Freude beim Schenken ungetrübt bleibt, empfehlen wir Ihnen bei der Auswahl der Geschenke auf deren Langlebigkeit, Umweltverträglichkeit und Herkunft zu achten. Bei einer Aufmerksamkeit aus der Elektrobranche, freut sich auch der Beschenkte, wenn es sich nicht um einen Energiefresser handelt. Für viele Geräte sind Energielabel mittlerweile verpflichtend. Sie helfen Verbrauchern dabei, den Energieverbrauch schnell einzuschätzen.
    Wussten Sie, dass in Deutschland zwischen Weihnachten und Neujahr zehn Prozent mehr Müll produziert werden? Ein Großteil davon sind Geschenkverpackungen. Eine Umweltfreundliche Alternative könnte z.B. bemaltes Zeitungspapier sein. Und wenn Sie nicht auf Geschenkpapier verzichten wollen, achten Sie doch darauf recyceltes Geschenkpapier mit dem Blauen Engel zu verwenden.

    Beleuchtung
    Moderne, sparsame Weihnachtsbeleuchtung mit LEDs verbraucht bis 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Weihnachtsbeleuchtung. Zumeist lohnt es sogar alte, noch funktionierende Lichterketten durch moderne LED-Lichterketten auszutauschen. Außerdem empfehlen wir Ihnen die Weihnachtsbeleuchtung nicht die ganze Nacht brennen zu lassen. Hier können Sie auch mit Zeitschaltuhren arbeiten.
    Echte Kerzen als Weihnachtsschmuck stellen zwar ein höheres Sicherheitsrisiko dar – weshalb sie nicht unbeaufsichtigt brennen sollten - schenken aber auch eine ganz besondere Atmosphäre.

    Festtagsessen
    Hier gelten natürlich die gleichen Tipps, die wir Ihnen im November schon zum Energiesparen in der Küche gegeben haben.
    Tun Sie sich selbst, der Umwelt und der Region doch etwas Gutes und achten Sie bei der Auswahl der Zutaten darauf, dass sie möglichst aus der Region und aus biologischem Anbau stammen. 

  • November 2018

    Energiesparen in der Küche

    Ob Single-Haushalt oder Großfamilie, kleine Kochnische oder große Wohnküche - die Küche ist einer der wichtigsten Bereiche in jedem Haushalt. Sie birgt viele - mal mehr und mal weniger bekannte - Potentiale zum Energiesparen.

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    Der Kühlschrank

    Die Ideale Kühlschranktemperatur beträgt 7° C. So können Sie rund 15 % Energie und 24 kg CO2 pro Jahr gegenüber einer Kühlung bis auf 5°C sparen. Das reicht vollkommen um Lebensmittel zu kühlen und frisch zu halten. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch lagert man am besten im untersten Fach des Kühlschranks, das am kältesten ist. Einige Obst- und Gemüsesorten sind außerhalb des Kühlschranks in einem kühlen Vorratsraum oder Keller sogar besser aufgehoben, z.B. Kartoffeln in denen sich bei niedrigen Temperaturen mehr freie Zucker bilden oder Bananen, die schneller braun werden, wenn es ihnen zu kalt wird. Für das Gefrierfach oder die Tiefkühltruhe reichen -18° C.  Zur Kontrolle der richtigen Temperatur empfiehlt es sich ein Kühlschrankthermometer zu benutzen.
    Stellen Sie Ihre Kühlgeräte möglichst an nicht zu warmen Orten auf, sorgen Sie für genügen Luftzufuhr an der Rückwand ihrer Kühlgeräte und meiden Sie die Nähe zu Wärmequellen wie Heizung, Ofen oder Herd.
    Tauen Sie Ihren Kühlschrank und Ihre Gefriergeräte regelmäßig ab. Das sich sonst bildende Eis zehrt viel Energie. Eine Vereisung von 5 mm erhöht den Stromverbrauch Ihres Kühlschranks um 30 %, selbst bei einem modernen Gerät. Gut gefüllte Kühlschränke helfen ebenfalls Energie zu sparen, da die Lebensmittel je nach Flüssigkeitsgehalt die Kälte „speichern“ und helfen die Temperatur zu halten. Zudem ist in einem vollen Kühlschrank weniger Luft, die beim Öffnen entweichen kann. Müssen tiefgefrorene Speisen vor der Zubereitung aufgetaut werden, empfiehlt es sich, diese in den Kühlschrank zu legen. Die beim Auftauen „abgegebene“ Kälte entlastet den Kühlschrank beim Kühlen. So kann etwa 1 kWh Strom pro kg aufzutauender Tiefkühlkost gespart werden. Wenn sich in Ihrem Kühlschrank Schwitzwasser bildet, könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass die Tür nicht richtig schließt. Überprüfen Sie dann die Dichtungen. Bei vielen Geräten reicht es oft, wenn Sie die Gummidichtung der Tür säubern und entfetten, damit sie wieder gut schließt. Sollte das nicht reichen, können Sie die Gummidichtungen beim Fachhändler separat nachkaufen.

    Geschirrspülen
    Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass das Geschirrspülen von Hand energiesparender oder umweltfreundlicher sei. In Wahrheit verbraucht das Spülen mit der Maschine aber insgesamt um bis zu 85 % weniger Energie als das Spülen von Hand, wenn die Maschine voll beladen ist. Ist das Geschirr leicht oder normal verschmutzt, reicht in der Regel das Kurz- oder Sparprogramm der Geschirrspülmaschine mit 50° C Wassertemperatur vollkommen aus. Es braucht zwar etwas mehr Zeit, zügelt aber den Strom- und Wasserverbrauch.

    Kochen
    Kochen ohne Deckel kostet viermal so viel Energie wie mit Deckel, da sich die Garzeit erhöht. Nur wenige Gerichte vertragen es nicht, wenn Sie mit Deckel gekocht werden. Außerdem sollte der Topf immer passend zur Herdplatte gewählt werden, da der Herd sonst unnötig Wärme verliert. Bei Elektroherden kann man bereits 10 bis 15 Minuten vor Zubereitungsende die Herdplatten eine Stufe zurückschalten und ein paar Minuten vor Kochende ausschalten. Erhitzen Sie Ihr Wasser für Tee im elektrischen Wasserkocher (möglichst mit automatischer Abschaltung). Das benötigt rund 40 % weniger Energie als das Erhitzen in einem Topf. Auch das Wasser zum Kochen von Nudeln oder Kartoffeln kann im Wasserkocher „vorgekocht“ werden. Wer die Wahl hat, sollte auf einen Gasherd umsteigen. Beim Kochen mit dem Elektroherd werden nur etwa 35 % der im Kraftwerk erzeugten Energie effektiv genutzt.

    Backen
    Bei vielen Gerichten ist das Vorheizen des Backofens vollkommen überflüssig. Wenn Sie darauf verzichten, können sie bis zu 20 % Energie sparen. Die Umluft-Funktion (bei Elektroherden) ist effizienter als Unterhitze. Sind die erforderlichen Temperaturen im Ofen erreicht kann dieser oft vorzeitig ausgeschaltet werden. Im Winter können Sie, wenn Sie mit dem Backen fertig sind, nach dem Abschalten die Ofentür einfach offen stehen lassen und so die Abwärme nutzen, um Heizenergie zu sparen.
    Aber: Wenn es möglich ist, sind Bratpfanne und Schnellkochtopf zu bevorzugen. Beide sind effizienter als ein Backofen.

  • Oktober 2018

    Fit für den Winter (Teil 2):

    Wasser der Heizung nachfüllen:
    Vermeiden Sie böse Überraschungen und überprüfen Sie schon immer vor Beginn der nächsten Heizsaison den Wasserstand beziehungsweise Wasserdruck Ihrer Heizung. Prüfen Sie zuerst den Druckmesser der Heizung, das Manometer. Es zeigt an, ob sich genügend Druck in der Heizung und damit genügend Wasser in der Heizungsanlage befindet. Schauen Sie dazu in die Dokumentation oder Anleitung Ihrer Heizung – oder fragen Sie gleich einen Fachmann. Denn falls Wasser nachzufüllen ist, sollten Sie das nicht selbst erledigen. Das Wasser muss passend zu Ihrer Heizanlage aufbereitet und konditioniert werden. Sonst drohen teure Schäden, zum Beispiel durch Korrosion.

    Die Heizung entlüften:
    Wenn Ihre Heizung plätschernde oder gluckernde Geräusche macht, rauscht oder Pfeife oder nur teilweise warm wird, dann ist vermutlich (zu viel) Luft in der Heizung.
    Schon beim ersten Befüllen einer Heizung mit Wasser gelangt automatisch auch Luft in das System, bei jedem Nachfüllvorgang geschieht das gleiche wieder. Zusätzlich ist eine Heizung trotz aller Dichtungen nie zu 100 Prozent luftdicht. Über Verbindungsteile oder Kunststoffrohre dringt minimal Luft ein. Zusätzlich entstehen beim Erhitzen des Wassers automatisch kleine Luftbläschen, die sich ebenfalls im Heizkörper ansammeln können. Dass sich Luft in Ihrer Heizung sammelt, ist also ganz normal. Deshalb ist regelmäßiges Entlüften, auch wenn Sie keine Störgeräusche feststellen, sinnvoll, da ihre Heizung so effizienter Heizt und somit weniger Energie verbraucht.

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    Ein handelsüblicher Entlüftungsschlüssel

    Zum Entlüften eines Heizkörpers benötigen Sie einen Eimer, einen Entlüftungsschlüssel und eventuell ein Geschirrtuch. Drehen Sie zunächst das Thermostat des jeweiligen Heizkörpers auf die höchste Stufe, damit die Heizung vollkommen mit Wasser befüllt wird. Halten Sie nun ein Gefäß unter das Entlüftungsventil am Heizkörper und öffnen Sie es mit dem Entlüftungsschlüssel. Beim Öffnen des Ventils kann es durchaus passieren, dass Wasser herausspritzt. Hierbei ist also Vorsicht geboten. Lassen Sie das Entlüftungsventil solange geöffnet, bis nur noch Heizwasser in das Gefäß läuft und keine Luft mehr entweicht. Nun können Sie das Ventil wieder schließen.
    Wenn sehr viel Luft abgelassen wurde, kann es unter Umständen nötig sein, in der Heizanlage Wasser  nachzufüllen. Bei einer eigenen Heizanlage kann das selbst erledigt werden. In einem Mehrfamilienhaus, in dem mehrere Teilnehmer an einer größeren Heizanlage hängen, sollte vorsichtshalber der Hausmeister oder die Hausverwaltung informiert werden.

    Einige Heizungen verfügen nicht über ein eigenes Ventil für die Lüftung. In diesem Fall entlüften Sie den Heizkörper über das Thermostatventil. Drehen Sie hierzu den Thermostatkopf komplett zu. Danach lösen Sie mit einer Rohrzange die Verschraubung des Thermostatkopfs. Aber achten Sie darauf, den Thermostatkopf nicht vollständig abzudrehen. Die Luft entweicht schon vorher über das Thermostatventil.

    Als Mieter sollten Sie das Entlüften der Heizung Ihrem Hausmeister oder einem anderen, von der Hausverwaltung beauftragten, Handwerker überlassen.

  • September 2018

    Fit für den Winter (Teil 1):

    Auch wenn wir uns gerade noch über den schönen warmen und sonnigen Spätsommer freuen können, die nächsten kalten Tage kommen bestimmt. Höchste Zeit also Heizung und Wohnung fit zu machen für die kalte Jahreszeit. Das spart Energie und Geld und ist gut fürs Klima.

    Heizung reinigen:
    Die Pflege und regelmäßige Reinigung einer Heizung ist sehr wichtig, denn nur eine saubere Heizung beziehungsweise ein sauberer Heizkörper ohne Staub- und Dreckschicht heizt wirklich effizient. Bei Rippenheizkörpern lassen sich Staub und Flusen mit einem Staubwedel oder einem passenden Staubsaugeraufsatz leicht entfernen. Wer zu Hause raucht, bei dem setzt sich Nikotin auf den Heizkörpern ab. Hier ist der Einsatz von Fettreinigern oder Backofenspray empfehlenswert. Reinigen Sie Ihre Heizkörper am besten ein Mal pro Jahr oder zumindest alle zwei bis drei Jahre. Nach längerer Zeit wird jedoch ein neuer Anstrich erforderlich sein.

    Fenster abdichten:
    Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Fenster gut abgedichtet sind, können Sie dies anhand eines einfachen Tricks effektiv testen: Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Fenster und Fensterrahmen und schließen Sie das Fenster. Versuchen Sie nun, das Papier aus dem geschlossenen Fenster herauszuziehen. Lässt es sich nicht oder nur stark beschädigt herausziehen, ist das ein Zeichen für gut schließende Fenster. Lässt sich das Papier ohne großen Widerstand herausziehen, so können Sie sich sicher sein, dass Ihr Fenster undicht ist.

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    Quelle: co2online.de

    Die Materialien, die Sie für eine Fensterisolierung benötigen, finden Sie für wenig Geld in jedem handelsüblichen Baumarkt. Sie brauchen Dichtungsband, ein Teppichmesser, ein Geschirrtuch und evtl. Ethanol zur Reinigung der Fensterrahmen.
    Mit einem Zollstock können Sie die Maße der Fensterumrandung abmessen und anschließend das Dichtungsband auf die Richtige Länge schneiden, am besten auf einem kratzfesten Untergrund. Bevor Sie dann das Dichtungsband auf dem Fensterrahmen anbringen, sollten Sie diesen gründlich reinigen. Am besten mit Ethanol, da es schnell verfliegt und keine Rückstände auf dem Rahmen hinterlässt.
    Die zugeschnittenen Dichtungsbänder sind selbstklebend. Entfernen Sie einfach die Folie.
    Wichtig: Achten Sie beim Anbringen in den Ecken darauf, dass sich das Fenster noch einwandfrei schließen lässt. Mit dem „Papiertest“ können Sie nach dieser Maßnahme noch einmal testen, ob das Fenster jetzt wirklich dicht ist.

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    Quelle: co2online.de

    Tipp: Dichten Sie bei Doppelkastenfenstern nur den inneren Flügel ab, sonst sammelt sich Kondenswasser im Scheibenzwischenraum und Feuchtigkeitsschäden können entstehen.
    In gut abgedichteten Räumen, müssen Sie außerdem immer darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird. Daher ist regelmäßiges Stoßlüften sehr wichtig, aber nicht die Fenster dauerhaft kippen, während die Heizung läuft.

     

  • August 2018

    Sommeraktion zu Photovoltaik und Wärmepumpen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

    Nach der Novelle des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) und den gesunkenen Förderungen fragen sich viele Hausbesitzer „Lohnt sich eine Solar Stromanlage auf dem Dach noch?“ Die Antwort auf diese Frage lautet ganz klar: „Ja, Photovoltaik lohnt sich auch 2018.“ Das gilt vor allem, wenn der Strom vom eigenen Dach selbst verbraucht wird.

    Weitere Fragen, die sich Hausbesitzer in diesem Zusammenhang stellen, sind z.B. wie der erzeugte Strom der Photovoltaikanlage auf dem Dach optimal genutzt werden kann und ob es Sinn macht, eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser zu installieren, um den Anteil des selbst genutzten Stroms vom Dach deutlich zu erhöhen?

    Diese Fragen stehen deshalb auch im Mittelpunkt der Sommeraktion „Solarstrom und Wärmepumpe“ der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Ab sofort erhalten Interessierte in den 70 Beratungsstandorten in Rheinland-Pfalz und auch bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Landau neben der persönlichen Beratung eine rechnerische Einschätzung, ob sich die eigene Photovoltaikanlage mit oder ohne Batteriespeicher lohnt und wie das Ergebnis nach dem Einbau einer Wärmepumpe ausfallen würde.

    Aktuell gibt es in der Verbandsgemeinde Landau-Land etwa 810 Photovoltaikanalgen die rund 10 000 000 kWh Strom pro Jahr erzeugen und somit bereits mehr als ein Viertel des Bruttostromverbrauchs in der VG decken. Zur Zeit sind damit aber nur etwa 10 % der Dächer, die für eine Nutzung mit Photovoltaik in Frage kommen genutzt. Eine Steigerung auf 40 % der nutzbaren Dachflächen würde ausreichen, um so viel Strom klimaneutral und umweltfreundlich zu erzeugen, wie in der Verbandsgemeinde verbraucht wird. Die jüngsten Extremwetter-Ereignisse zeigen, dass der Klimawandel auch uns längst erreicht hat. Somit ist eine Investition in eine PV-Anlage auch eine Investition in unserer Zukunft und die unserer Kinder.

    Damit eine konkrete Einschätzung im Einzelfall vorgenommen werden kann, sollten die Ratsuchenden Daten zum Hausdach wie Fläche, Neigung und Ausrichtung sowie zum bisherigen Energieverbrauch für Strom, Heizung und Warmwasser mitbringen. Der Energieberater hat am Mittwoch, den 05.09.18 von 12.15-16 Uhr Sprechstunde in Landau in der Verbandsgemeindeverwaltung (Neubau), An 44 Nr. 31. Voranmeldung unter 06341/1430. Dank der finanziellen Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium und das rheinland-pfälzische Umweltministerium können die Beratungsgespräche kostenlos angeboten werden.

    Ob sich Ihre Dachfläche grundsätzlich für die Installation einer Solaranlage eignet können Sie selbst im Solardachkataster der Südlichen Weinstraße und der Stadt Landau überprüfen unter http://www.solardachkataster-suew.de/

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Testen Sie Ihr Wissen über die Möglichkeiten zum Energiesparen und erneuerbare Energien auf spielerische Art mit dem interaktiven Energie-Quiz der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Das Quiz richtet sich an Kinder und Erwachsene und beinhaltet über 700 Fragen in drei Schwierigkeitsstufen.

                             
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