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Klimaschutz

Energiespartipps
  • Basiswissen Bauphysik: Wärmeleitstufen von Dämmstoffen (Oktober 2019)

    Basiswissen Bauphysik: Wärmeleitstufen von Dämmstoffen

    Wer Energie sparen möchte, muss sich mit ein paar ganz wenigen, aber dennoch grundlegenden Fachbegriffen auseinandersetzen.

    Einer der wichtigsten Begriffe ist die „Wärmeleitfähigkeit“, auch „Wärmeleitstufe“ (WLS) genannt. Beim Dämmstoffkauf, wenn man zum Beispiel das Dach oder die Kellerdecke selbst dämmen möchte, ist es wichtig, einen Dämmstoff zu wählen, dessen Wärmeleitstufe möglichst niedrig ist. Denn nicht nur die Dämmstoffdicke, sondern auch die Dämmstoffqualität (sprich „Wärmeleitfähigkeit“) ist fürs Energiesparen sehr wichtig.
    Die Wärmeleitfähigkeit wird mit dem griechischen Buchstaben λ (Lambda) gekennzeichnet. Für die, die es genau wissen wollen: Die Einheit lautet „Watt pro Meter und Kelvin“ (W/m∙K).
    Jeder Stoff leitet Wärme. Würde es einen Stoff geben, der Wärme tatsächlich nicht durchlässt, würde man mit diesem Stoff mit Sicherheit unsere Häuser bekleiden. Dann wäre der Begriff „Wärme-Isolierung“ richtig. Denn es wäre eine hundertprozentige Trennung zwischen „warm“ und „kalt“ (Isolierung). Da aber jeder Stoff Wärme leitet, muss man Dächer und Fassaden so ausstatten, dass die teure Raumwärme möglichst langsam nach außen fließt. Man spricht deshalb von „Wärmedämmung“ und eben nicht von „Wärme-Isolierung“.
    Wände aus Beton lassen Wärme nahezu ungehindert hindurch. Denn Beton ist ein sehr guter Wärmeleiter, hat also im Umkehrschluss eine sehr schlechte Wärmedämmung. Die Wärmeleitzahl für Beton liegt bei 2,1 W/m∙K.
    Gemauerte Wände (z.B. aus Porenziegeln oder Leichtbetonsteinen) sind da schon besser. Deren Wärmeleitzahlen liegen zwischen 0,14 und 0,09 W/m∙K. Dämmstoffe wie Mineralfaser- und Hartschaumplatten, aber auch Ökodämmstoffe (z.B. Zellulose, Hanf oder Holzfaserplatten) sind üblicherweise in den Gruppen „0,032“, „0,035“ und „0,040“ erhältlich. 0,032 ist in dieser Auflistung die Gruppe mit der besten Dämmwirkung.

    Wärmedämmwirkung von Baustoffen (Quelle: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben)

    Modernes Mauerwerk (z.B. aus Porenziegeln kommt an die Lambda-Werte von Dämmstoffen schon recht nah heran. Dort muss man (bei entsprechenden Wanddicken) nicht zwingend dämmen. Gebäude aus Beton gehören aber in jedem Fall in die Kategorie „Sofort handeln“.

    Achtung: Die Wärmeleitzahl λ (Einheit W/m∙K) nicht mit dem U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient), Einheit (W/m2∙K) verwechseln: Der U-Wert errechnet sich aus der Wärmeleitzahl und der Dicke des Bauteils.

    Quelle: Ronald Meyer (BVGeM)

  • Basiswissen Bauphysik: Wärmeleitung und Wärmeströmung (September 2019)

    Basiswissen Bauphysik: Wärmeleitung und Wärmeströmung

    Häuser verlieren Wärme durch die Dachfläche hindurch, durch die Fassade, durch die Fenster sowie durch die Kellerwände und den Kellerboden (wenn kein Keller vorhanden ist, über die Bodenplatte). So, wie durch einen Kaffeefilter das Wasser hindurch geht, so ähnlich kann man sich den Wärmefluss durch ein Bauteil vorstellen. Der Weg der Wärme ist zudem immer eine Einbahnstraße, vom Warmen zum Kalten. Diesen Wärmetransport durch ein Bauteil hindurch nennt man „Wärmefluss“ oder auch „Wärmeleitung“ (Fachbegriff: „Transmission“). Sobald es zwischen zwei Orten einen Temperaturunterschied gibt, findet Wärmeleitung statt.
    Die Wärme ist automobil, sie bewegt sich von selbst. Den Wärmefluss kann man nicht stoppen, man kann ihn höchstens abbremsen. Deshalb gibt es auch keine Wärme-Isolierung, sondern nur Wärme-Dämmung.
    Das Ziel des Wärmeschutzes ist es, den Wärmeaustausch zwischen beheizten Räumen und der Außenluft zu reduzieren, ebenso zwischen Räumen mit unterschiedlichen Temperaturen. Solche herrschen zum Beispiel auch zwischen einer bewohnten und einer unbewohnten Wohnung oder zwischen dem Wohnbereich und dem ungeheizten Keller. Damit sind wir bei einem Energiespar-Irrtum, der sich hartnäckig hält. „Wenn man den Keller nicht beheizt, kann man viel Energie sparen“, sagen manche Leute. Auf den ersten Blick erscheint das logisch.
    Aber: Weil die Wärme, die vom Obergeschoss in den Keller strömt, sich relativ schnell durch die ungedämmte Bodenplatte und durch die ungedämmten Kellerwände hindurch ins Erdreich abfließt, bleibt es im Keller kühl. Besser wäre eine Rund-um-Kellerdämmung, damit man nicht über den Keller wertvolle Heizenergie verliert. Das geht beim Neubau gut (Bodenplattendämmung), ist beim Altbau aber nicht ganz so einfach (dort geht bestenfalls eine Estrich-Dämmung).

    Beispiel: Typisches unsaniertes Einfamilienhaus, Baujahr 1980 (Quelle: HEA)

    Neben der Wärmeleitung (Transmission) gibt es aber noch drei weitere Möglichkeiten, Wärme zu transportieren: Wärmeströmung (Konvektion) z.B. durch gekippte Fenster, Wärmestrahlung und Wasser-dampfdiffusion, die aber bezogen auf die Gesamt-wärmebilanz eines Hauses kaum eine Rolle spielen.
    Quelle: Ronald Meyer (BVGeM)

    Die eigenen vier Wände energetisch (und somit klimafreundlich) und am besten auch gleich noch altersgerecht modernisieren und dafür noch Fördermittel vom Staat erhalten. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Wir beweisen es Ihnen, am 24. Oktober 2019 bei der 18.500-Euro-Show in Göcklingen.

    www.modernisieren-landau.de

  • Bei jedem zweiten Haus lohnt sich eine komplette Modernisierung (August 2019)

    Bei jedem zweiten Haus lohnt sich eine komplette Modernisierung

    Die vielleicht wichtigste Frage im Zusammenhang mit einer Gebäudemodernisierung ist, ob es sich überhaupt lohnt, viel Zeit und Geld ins eigene Haus zu investieren. Dabei ist die Frage des „Lohnens“ aus zwei Blickwinkeln zu stellen: „Lohnt es sich finanziell?“ und „Lohnt sich der Aufwand mit Blick auf den Wohnkomfort noch, wenn ich schon 60 Jahre alt bin oder sogar älter?“
    Finanziell ist eine Modernisierung nahezu immer ein Gewinn, wenn ein altes Haus von der Energieschleuder zum Energiesparer gemacht wird. 1985 kostete ein Liter Heizöl umgerechnet weniger als 15 Cent und die Bauzinsen lagen bei rund 10 Prozent pro Jahr. Damals haben sich Wärmedämmung und die Investition in die Nutzung der Sonnenenergie, die technisch noch ganz am Anfang stand, nicht gerechnet. Es war billiger, sein Haus nicht zu dämmen und Öl und Gas nach Herzenslaune zu verheizen. Inzwischen kostete ein Liter Heizöl zeitweise sogar über 90 Cent, die Energiespartechniken sind bis zur Perfektion ausgereift und die Baugeldzinsen liegen seit Jahren deutlich unter drei Prozent pro Jahr. Die wirtschaftlichen Randbedingungen haben sich somit seit 1985 etwa um den Faktor 15 verbessert.
    Fazit: Jede sinnvoll und professionell geplante und klug finanzierte Energiesparmaßnahme rechnet sich heute von Anfang an, sofern man im unsanierten Haus jährliche Heizkosten hat, die über 15 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegen (Richtwert). Fast noch wichtiger ist, Sie tun der Umwelt damit etwas Gutes und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
    Und lohnt sich der Aufwand in puncto Wohnkomfort, wenn man schon die 60 überschritten hat? Die Antwort könnte so ausfallen: „Niemand weiß, wie lange er lebt. Viele Sechzigjährige von heute erreichen vermutlich die 90. Wenn wir älter und gebrechlicher werden, wissen wir jede Annehmlichkeit im Haus zu schätzen: Von der stufenlosen Wohnung über niedrige Heizkosten bis zum behaglichen Raumklima. Smart-Home, die intelligente Haus-Vernetzung nicht zu vergessen. Die Weichen hierfür sollte man spätestens mit 60 Jahren stellen, nicht erst mit 80, zumal die Fördermöglichkeiten auch hierfür zurzeit optimal sind.
    Lohnt sich also eine Modernisierung? Klare Antwort: Wenn sie durchdacht und gut geplant ist, auf jeden Fall.
    Quelle: Ronald Meyer (BVGeM)

    Weiter wertvolle Ratschläge und eine erste Beratung zur Gebäudemodernisierung erhalten Sie kostenlos beim Energieberater der Verbraucherzentrale. Termine können Sie unter 06341 / 143 0 vereinbaren.

    Bau-Profis aus der Region für Ihre Modernisierung finden Sie in unserem Bau-Profi-Verzeichnis.

  • Heizungsmodernisierung (Juli 2019)

    Heizungsmodernisierung

    Warum Sie nicht nur im Herbst oder Winter über die Modernisierung oder den Austausch Ihrer Heizung nachdenken sollten.

    Bild: OpenClipart-Vectors

    Wenn die alte Heizung ihren Geist aufgibt, dann muss man sofort handeln, vor allem im Winter. So etwas ist mit viel Stress verbunden, den man sich aber ersparen könnte.
    Ausgangssituation: Die alte Öl- oder Gasheizung läuft noch und der Schornsteinfeger attestiert regelmäßig ein „Alles okay!“. Dennoch stellen wir folgende Überlegung an: Da die Heizungstechnik in den vergangenen 15 bis 20 Jahren einen genau so großen Schritt nach vorne gemacht hat, wie alle anderen technischen Bereiche auch, kann der Austausch einer alten, beispielsweise 20 Jahre alten Ölheizung sinnvoll und lohnend sein. Denn eine neue Heizung ist effizienter und erzeugt mehr Wärme bei geringerem Energieverbrach.
    Gerade jetzt im Sommer macht es Sinn über eine Modernisierung der Heizung nachzudenken, vor allem wenn diese vor 1990 eingebaut wurde, denn nun hat man genug Zeit sich darüber zu informieren, welche Heizungsart die sinnvollste für das eigene Haus ist. Moderne Brennwerttechnik oder Heizen mit erneuerbaren Energieträgern?
    Außerdem gibt es verschiedene Förderprogramme, wie das BAFA-Programm zur Förderung von Heizungen mit erneuerbaren Energieträgern oder die KFW-Programme 430 und 152. Um diese nutzen zu können, müssen Anträge gestellt und meist noch einige Voraussetzungen erfüllte werden, wie z.B. die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs (der übrigens auch förderfähig ist). Im Winter haben die Heizungsbauer und Heizungstechniker meist viel mit Notfällen zu tun. Fällt dann die Heizung aus bleibt in der Regel nicht viel Zeit um die beste und effizienteste (also sparsamste) Heizung auszuwählen oder Fördermittelanträge zu stellen. Letzteres muss in der Regel vor dem Einbau einer neuen Heizung erfolgen.
    Die Vorteile sich jetzt mit der Modernisierung der Heizung zu beschäftigen liegen also klar auf der Hand: Sie ersparen sich den Stress, wenn im Winter die alte Heizung ausfällt. Sie sparen zukünftig am meisten Heizkosten, da Sie mit ausreichend Vorlauf die beste und effizienteste Heizung für Ihr Haus auswählen können. Durch die frühzeitige Planung können Sie die Fördermittelkulisse voll ausnutzen und so bis zu mehreren tausend Euro an Fördergeldern für die Modernisierung Ihrer Heizung einstreichen.

    Hier noch einmal die wichtigsten Förderprogramme rund um die Optimierung und Modernisierung Ihres Zuhauses in Sachen Heizen:
    Heizen mit Erneuerbaren Energien
    (Förderprogramm des BAFA)
    Heizungsoptimierung (Förderprogramm des BAFA)
    Energieeffizient Sanieren (Investitions­zuschuss 430 der KFW)
    Energieeffizient Sanieren (Kredit 152 der KFW)

    Weiter Informationen zu vielen Förderprogrammen finden Sie im Fördermittelkompass der Energieagentur RLP unter www.energieagentur.rlp.de/foerderkompass.

    Eine erste Beratung erhalten Sie kostenlos beim Energieberater der Verbraucherzentrale. Termine können Sie unter 06341 / 143 0 vereinbaren.

  • Unnötigen Standby-Stromverbrauch vermeiden (Juni 2019)

    Unnötigen Standby-Stromverbrauch vermeiden

    Haben Sie Geräte, wie zum Beispiel Fernseher, HiFi-Anlagen oder Spielekonsole, an denen permanent ein Licht brennt? Sind die Netzteile mancher Geräte warm und brummen? Dann verbrauchen diese Geräte rund um die Uhr Strom, was für eine höhere Stromrechnung und eine höhere Umweltbelastung sorgt. Ein durchschnittlicher LCD-Fernseher benötigt zum Beispiel rund 14 Watt (W) im Standby-Betrieb. Das sind bei 20 Stunden Standby-Betrieb pro Tag schon über 100 Kilowattstunden (kWh) im Jahr.
    Unnötiger Stromverbrauch durch Standby macht in einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt im Schnitt etwa 10 bis 20 % des gesamten Stromverbrauchs aus. Durch konsequentes Trennen dieser Geräte vom Strom können so im Durchschnittshaushalt bis zu 400 kWh und mehr eingespart werden. Das geht ganz leicht durch abschaltbare Steckdosenleisten. Ein weiterer Vorteil: Mit einem einzigen Knipsen können Sie gleich eine ganze Reihe von Geräten vom Strom trennen.
    Für gemeinsam arbeitende Gerätegruppen, zum Beispiel im Büro, sind sogenannte Master-Slave-Steckdosenleisten besonders praktisch. Bei diesem Steckdosenleisten, wird das Hauptgeräte, etwa ein PC, an die „Master-Steckdose“ angeschlossen. Schaltet man das Hauptgerät ab, werden automatisch alle zugehörigen Geräte ebenfalls vom Strom getrennt.
    Achten Sie bereits beim Neukauf darauf, dass sich Geräte möglichst vollständig vom Netz trennen lassen. Besonders bei billigen Geräten ist der Stromverbrauch im Standby oft unverhältnismäßig hoch. Solche Energieverschwender sind dann über die Lebensdauer gesehen teurer als effiziente Geräte.

    Standby auf die Schliche kommen
    Um Ihren Standby-Verbrauch zu ermitteln oder weiteren heimlichen Stromfressern auf die Schliche zu kommen notieren Sie einfach vor einer mehrere Tage dauernden Abwesenheit und danach die Zählerstände Ihres Stromzählers und berechnen Sie die Differenz. Liegt der Verbrauch bei mehr als einer kWh pro Tag, sollten Sie weitere Standby-Verbraucher suchen und Dauerläufer wie Kühlschrank und Gefriertruhe prüfen. Sind Gefriertruhe oder Gefrierfach des Kühlschranks vereist, erhöht dies den Energieverbrauch erheblich und zwar um rund 30 % je 5 mm Eisschicht.

    Stromsparen in der Ferienzeit
    Wenn Sie in den Urlaub fahren, sollten Sie möglichst viele Geräte vom Strom trennen. So vermeiden Sie nicht nur Standby-Verbrauch sondern schützen Ihre Geräte auch vor Überspannung und Blitzeinschlag. Wenn Sie den Stecker ziehen vermeiden Sie außerdem jegliche Brandgefahr.

    Typische Standby-Geräte und ihr Stromverbrauch im Standby-Betrieb
    * Es wurde eine durchschnittliche Standby-Dauer von 20 Stunden pro Tag angenommen. Gemessen wurden Beispielgeräte aus verschiedenen Haushalten. (Quelle: CO2online)
  • Den Energieverbrauch durch eigenen Solarstrom senken (Mai 2019)

    Den Energieverbrauch durch eigenen Solarstrom senken

    Wer für einen Alt- oder Neubau eine neue Elektroinstallation plant, sollte die Stromerzeugung mit der Sonne durch Photovoltaik (PV) auf dem Schirm haben, obwohl diese aktuell recht kontrovers diskutiert wird. Grund: Die Einspeisevergütung, die man erhält, wenn man seinen Sonnenstrom ins öffentliche Netz einleitet, wird immer kleiner. Der Anreiz war ursprünglich, mit einer recht hohen Einspeisevergütung – bis zu 57 Cent pro Kilowattstunde (kWh) – den Markt anzukurbeln. Die Hersteller haben gut verdient und die Privatpersonen, die sich eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach montierten, freuen sich bis heute, wenn die Sonne scheint. Denn da dreht der Stromzähler schnelle Runden und der Rubel rollt. Man sprach bei den hohen Einspeisevergütungen sogar von einer „Solar-Rente“.
    Aktuell liegt die Einspeisevergütung nur noch bei knapp 11 Cent pro kWh, Tendenz weiter fallend. Dennoch, die einmal festgelegte Vergütung wird für 20 Jahre garantiert.
    Neuer Gedanke: Es ist egal, ob Öl und Gas noch 20, 30 oder 50 Jahren reichen. Fakt ist, dass nach dem Zeitalter von Öl und Gas die Sonne einer der Haupt-Energielieferanten sein wird. Wer also heute ein neues Haus baut oder ein altes Haus saniert, kann guten Gewissens auf PV-Strom setzen, der mehr und mehr selbst genutzt wird. Übrigens: Von den Investitionskosten nicht abschrecken lassen. PV-Anlagen werden mit zinsgünstigen Darlehen gefördert.

    Und dann gibt es noch drei weitere Punkte, die die eigene PV-Stromversorgung unschlagbar machen:
    1.: Unabhängigkeit von der Strompreisentwicklung.
    2.: Bewusstseinsbildung. Da der Anteil des Solarstroms am Haushaltsstrom möglichst groß sein soll, wird man von der Beleuchtung bis zu allen Geräten auf hohe Effizienz achten.
    3.: Das gute Gefühl. Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Bei Sonnenschein hat man ohnehin schon gute Laune. Und die steigt nochmals, wenn man weiß, dass man gerade viel Geld spart und die Umwelt schützt.

    Quelle: Ronald Meyer (BVGeM)

    Sie interessieren sich dafür Ihren Strom oder Ihre Energie zum Heizen selbst zu erzeugen? Sie haben Fragen zur Finanzierung, zur Rechtslage, zur Registrierung im Marktstammdatenregister, zur Sicherheit oder ganz einfach dazu wie die eigene Solaranlage am besten und einfachsten aufs Dach oder an den Balkon kommt? Dann kommen Sie am 15. Juni 2019 ab 14 Uhr zum ersten Solar-Aktions-Tag in das „Haus am Abtsberg“ (Im Graubart 10) nach Impflingen. Bei Vorträgen und an Infoständen erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen zum Thema Solarenergie und können direkt mit den Experten ins Gespräch kommen. Neben Fachvorträgen und Informationsständen gibt es auch ein Kinderprogramm. Weiter Informationen finden Sie hier.

  • Den Energieverbrauch ermitteln (April 2019)

    Den Energieverbrauch ermitteln

    Ein guter Vorsatz, kurz nach Frühlingsanfang: Den Energieverbrauch berechnen und bei Bedarf handeln und Energie sparen!

    Erster Schritt: Man sucht sich die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre raus. Drei Jahre deshalb, um einen brauchbaren Durchschnittswert zu bekommen.
    Und so wird dann gerechnet: Wenn das Haus beispielsweise mit Öl beheizt wird, rechnen Sie den Öl-Verbrauch zunächst in Kilowattstunden (kWh) um. Für einen Liter Heizöl kann man etwa 10 kWh ansetzen. Heizen Sie mit Holz, können Sie ungefähr mit 2.000 kWh pro Ster rechnen. Heizen Sie mit Gas, Strom oder einer Wärmepumpe, so wird Ihr Verbrauch auf der Rechnung bereits in kWh angegeben. Wenn die Heizung auch Warmwasser erzeugt, ziehen Sie pro Person und Jahr zwischen 500 und 1.000 kWh ab, je nachdem ob viel oder wenig geduscht wird. Addieren Sie die verbrauchten kWh Heizenergie der zurückliegenden drei Jahre und teilen Sie das Ergebnis durch drei und diese Zahl wiederum durch die Quadratmeter (m³) der beheizten Wohnfläche. So erhalten Sie den durchschnittlichen Heizenergie-Verbrauchswert pro Quadratmeter Wohnfläche.

    Bei einem Verbrauch unter 75 kWh pro Quadratmeter und Jahr braucht man sich nicht zu sorgen. Zwischen 75 und 150 kWh kann ein Besuch beim Energieberater weiterhelfen. Sicherheitshalber sollte auch ein Haus-Check vom Energieberater durchgeführt werden, denn die eigene Berechnung kann aufgrund nur teilweiser Beheizung oder aufgrund permanenter „Kühlhaltung“ (18° C Raumtemperatur) das Haus eventuell besser im Verbrauch erscheinen lassen, als es tatsächlich ist. Liegt das Ergebnis über 150 kWh pro Quadratmeter und Jahr, sollte dringend ein Energieberater das Haus untersuchen und Modernisierungsvorschläge unterbreiten.
    Auch wer als Mieter eine Wohnung bewohnt, kann auf diese Weise sehr leicht aus der Heizkostenabrechnung vom Energieversorger oder vom Vermieter die energetische Qualität der bewohnten Immobile ablesen.

    Da man immer nur genau die Wärmemenge erzeugen muss, die über die Gebäudehülle (also Dach, Fenster, Fassade, Keller) verloren geht, sollten Dach, Fassade und Keller gut gedämmt sein. Ergänzend sollten Fenster, Haustür und die Heizung eine hohe Qualität haben. Einleuchtend: Nur das, was an Wärme rausgeht, muss an Wärme auch wieder reinkommen. Oft kann aber auch eine Nachjustierung der Heizungseinstellungen, Entlüften der Heizkörper oder z.B. ein hydraulischer Abgleich schon zu großen Einspareffekten führen. Schön ist, dass man nicht alle Wärmeverluste durch Heizen ersetzen muss. Die tiefstehende Wintersonne, die durch nach Süden ausgerichtete Fenster das Haus erwärmt, aber auch die Abwärme von Beleuchtung, Geräten und Bewohnern tragen ihren positiven Teil zur Energiebilanz des Hauses bei.

    Der Energieberater der Verbraucherzentrale berät jeden 1. und 3. Mittwoch von 12:15 bis 16:00 Uhr im Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde. Terminvereinbarung unter 06341 / 143 0.

    Quellen: Ronald Meyer (BVGeM); Oliver Decken

  • Heizungspumpentausch (März 2019)

    Heizungspumpentausch

    Egal womit Sie heizen - Gas, Heizöl, Holz, Erdwärme, Sonne oder eine Luftwärmepumpe – damit die erzeugte Wärme dort ankommt wo sie benötigt wird, muss das erwärmte Wasser mit einer Heizungspumpe oder Umwälzpumpe zu den Heizkörpern oder Heizkreisen transportiert werden. Alte und meist auch überdimensionierte Heizungspumpen laufen rund um die Uhr, ganz gleich ob in den einzelnen Räumen gerade geheizt wird oder nicht. Daher gelten ungeregelte Heizungs- oder Umwälzpumpen als echte Stromfresser. Ihr Anteil am Stromverbrauch eines Haushalts ist oft erheblich und liegt bei 400 bis 600 kWh pro Jahr. Zusätzlich ist bei alten Pumpen in einem hydraulisch nicht abgeglichenen System auch der Heizenergiebedarf erhöht. Demgegenüber sind moderne geregelte Heizungspumpen echte Stromsparer. Ihre Leistung regelt sich nach dem tatsächlichen Wärmebedarf der Heizkörper.

    © co2online

    Durch den Einbau einer modernen Hocheffizienzheizungspumpe lässt sich eine Stromeinsparung von bis zu 90 % erzielen. Wichtig ist, dass Sie dabei auf das Energielabel der Pumpe achten. Der Pumpentausch kostet in der Regel nicht mehr als 300 bis 450 €. Diese Investition rechnet sich meist schon nach 2 bis 4 Jahren. Zusätzlich wird der Austausch der Heizungspumpe mit bis zu 30 % vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Voraussetzung für die Förderung ist ein hydraulischer Abgleich, den Sie sich ebenfalls fördern lassen können.

    Weiter Informationen zum Thema Heizungspumpe finden z.B. Sie hier:
    www.co2online.de/modernisieren-und-bauen/umwaelzpumpe/heizungspumpen-modelle/

  • Hydraulischer Abgleich (Februar 2019)

    Der hydraulische Abgleich

    Hydraulik ist die Lehre vom Strömungsverhalten der Flüssigkeiten. Mit dem hydraulischen Abgleich wird sichergestellt, dass jeder Heizkörper oder Heizkreis einer Fußbodenheizung genau die richtige Menge an Heizungswasser erhält, um die Räume je nach gewünschter Raumtemperatur zu erwärmen.

    Bei hydraulisch nicht abgeglichenen Systemen werden oftmals manche Räume gar nicht warm, andere nur langsam und wieder andere Zimmer können überhitzt sein. Meist versucht man das Problem zu lösen, indem man die Vorlauftemperatur oder die Umwälzpumpenleistung erhöht. Zugleich erhöht man aber auch den Energieverbrauch und oft auch die Lautstärke der Fließgeräusche.

    Beim Hydraulischen Abgleich berechnet ein Fachmann vom Heizungskundendienst zunächst die Heizlast für die einzelnen Räume und bestimmt auf dieser Grundlage die benötigte Menge an Heizwasser je Raum. Anschließend stellt er die errechneten Werte an jedem Thermostatventil eines Heizkörpers oder Heizkreises einer Fußbodenheizung ein. Voraussetzung für exakten Abgleich sind jedoch voreinstellbare Thermostatventile, die häufig im Zuge eines hydraulischen Abgleichs nachgerüstet werden müssen.

    © Verbraucherzentral

    Die Investition in einen hydraulischen Abgleich und eventuell neue Thermostatventile zahlt sich jedoch durch die geringeren Energiekosten schon nach wenigen Jahren aus. Außerdem werden sowohl der hydraulische Abgleich als auch die Erneuerung der Thermostatventile vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit 30 % bezuschusst. Das gleiche gilt übrigens für den Einbau einer hocheffizienten, geregelten Heizungspumpe, durch die sich weitere große Energieeinsparungen erzielen lassen.

    In älteren Gebäuden, die bisher wenig oder gar nicht baulich modernisiert wurden, sind mit dem hydraulischen Abgleich kaum Einsparungen zu erreichen, da diese durch die Wärmeverluste der ungedämmten Außenhülle ganz oder teilweise wieder „aufgefressen“ werden.

    Vorsichtig geschätzt sind nur 20 bis 30 % der Heizungssysteme in deutschen Haushalten hydraulisch abgeglichen. Ob ein hydraulischer Abgleich auch in Ihrem Haus sinnvoll ist, verrät Ihnen ein Energieberater der Verbraucherzentrale beim Gebäude- oder Heiz-Check. Die Kosten für einen solchen Check belaufen sich auf maximal 30 €. Für Mieter bietet sich ein kostenloser Basis-Check an, um Energieeinsparpotentiale im Haushalt aufzudecken. Die Anmeldung ist telefonisch möglich unter 0800 60 75 600.

    Weitere Informationen zur BAFA-Förderung finden Sie unter:
    http://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Heizungsoptimierung/heizungsoptimierung_node.html

    Quellen: Ronald Meyer (BVGeM); Verbraucherzentrale

  • Richtig Heizen und Lüften (Januar 2019)

    Richtig Heizen und Lüften

    Feuchtigkeit in der Luft
    Beim Schlafen gibt jeder Mensch pro Stunde etwa 40 bis 50 g Feuchtigkeit ab. Das ist in einer Nacht fast ein halber Liter. Bei leichten Aktivitäten wie z.B. Hausarbeit sind es schon 120 bis 200 g pro Stunde. Weitere Feuchtigkeitsquellen im Haushalt sind Aktivitäten wie Kochen, Duschen oder Baden aber z.B. auch Zimmerpflanzen. So kommt schnell eine ganze Menge an Wasserdampf zusammen, die sich als Luftfeuchtigkeit in der Raumluft ansammelt. Ab 60 % relativer Luftfeuchtigkeit kann es problematisch werden, da das Wasser dann an kühleren Stellen z.B. an Außenwänden oder Fensterrahmen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit kondensiert. Dadurch steigt das Schimmelrisiko.

    © CO2online

    Als Faustformel für ein gutes Wohnklima im Winter gilt, dass die Temperaturen zwischen 18 und 22° C und die relative Luftfeuchtigkeit bei 35 bis max. 55 % liegen sollte. Ist die Luft trockener können sich Probleme mit den Atemwegen, den Augen oder der Haut einstellen. Im Schlafzimmer kann es auch etwas kälter sein, doch dann muss die Feuchtigkeit besonders im Auge behalten werden. Ein Wohnklima-Messgerät oder Hygrometer kann helfen die Luftfeuchtigkeit und die Raumtemperatur im Blick zu behalten. Gute Geräte sind bereits ab ca. 20 Euro erhältlich.
    Zwischen Räumen mit unterschiedlichen Temperaturen sollten unbedingt die Türen geschlossen bleiben, denn warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Kommt wärmere Luft, in der mehr Feuchtigkeit gespeichert ist, in einen kälteren Raum, kann sich die Feuchtigkeit im kälteren Raum niederschlagen.

    Lüften
    Im Winter sollten Sie zwei- bis viermal pro Tag mindestens fünf Minuten Stoß- oder Querlüften. Die Heizkörper sollten Sie davor unbedingt zudrehen, sonst heizen Sie direkt nach draußen. Auch wenn es während des Stoßlüftens scheinbar furchtbar kalt wird, ist es nach dem Schließen der Fenster auch schnell wieder warm, da Möbel und Wände in der kurzen Zeit des Stoßlüftens kaum abkühlen. Dauerhaftes Kipplüfen sollten Sie dagegen vermeiden. Es sorgt kaum für Luftaustausch, die Wärme der Heizkörper unter dem Fenster entweicht praktisch sofort und um die Fenster herum kühlen Fensterrahmen und Wand stark aus, wodurch das Schimmelrisiko steigt. Das Schlafzimmer sollten Sie vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen lüften.
    Ein weiterer Vorteil gut gelüfteter Räume ist, dass die Menge an ausgeatmetem Kohlenstoffdioxid CO2 geringer ist. Bei CO2-Mengen in der Raumluft über 1000 ppm (Teile pro Million) sinkt die Konzentrationsfähigkeit und die Müdigkeit nimmt zu. Das ist besonders wichtig am Arbeitsplatz, in Schulen und Kindergärten.

  • Energiesparen in der Weihnachtszeit (Dezember 2018)

    Energiesparen in der Weihnachtszeit

    Am 25. Dezember, dem ersten Weihnachtsfeiertag, liegt der Energieverbrauch in vielen deutschen Haushalten um 30 % höher als an gewöhnlichen Tagen. Energieversorger bezeichneten dies früher als die „Gänsebratenspitze“. Wie geben Ihnen hier einige Tipps, um Ihren Energieverbrauch vor, während und auch nach den Festtagen zu senken und der Umwelt etwas Gutes zu tun.

    Heizen
    Durch moderates Heizen lässt sich sehr viel Energie einsparen. Noch dazu schwächt der dauerhafte Aufenthalt in zu stark beheizten Räumen die Abwehrkräfte. Daher empfehlen wir Ihnen, Ihre Heizung auf 20° C einzustellen. Das entspricht bei den meisten Heizungen der Stufe 3. Ob es 21 °C oder 22 °C im Wohnzimmer ist, werden Sie kaum spüren. Doch dieses eine Grad erhöhten den Energieverbrauch der Heizung bereits um rund 6 Prozent. Wenn Freunde und Familie zu Gast sind, beim Kochen oder Backen wird es meist auch ohne Zutun der Heizung wärmer.
    Verreisen Sie über die Festtage, dann empfiehlt es sich die Heizung herunter zu regeln, aber nicht ganz auszuschalten, da sonst das Schimmelrisiko steigt. Elektrische Standby-Geräte sollten dagegen ganz abgeschaltet werden. Sie sind heimliche Stromfresser.

    Plätzchenbacken
    Vor dem Einschalten des Backofens empfiehlt es sich, alle nicht verwendeten Bleche und Roste aus dem Ofen zu nehmen. Diese würden sonst mit aufgeheizt werden, was den Energieverbrauch stark erhöht.
    Wenn Sie verschiedene Plätzchensorten direkt hintereinander backen, können Sie Leerläufe vermeiden und müssen den Ofen weniger nachheizen. Einige „unempfindliche“ Plätzchensorten benötigen zudem keinen vorgeheizten Ofen, z.B. Mürbeteigplätzchen. Zusätzlich hilft die Umluftfunktion beim energiesparenden Backen. Und natürlich sollte die Ofentür so wenig und so kurz wie möglich geöffnet werden. Ist das letzte Blech im Ofen, kann ungefähr nach der Hälfte der angegebenen Backzeit der Ofen ausgeschaltet werden. Das spart nicht nur Energie, sondern verhindert auch, dass die letzten Kekse anbrennen.

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    © Sandra Hubert


    Geschenke

    Schenken bereitet allen Freude, den Beschenkten und dem Schenkenden. Damit die Freude beim Schenken ungetrübt bleibt, empfehlen wir Ihnen bei der Auswahl der Geschenke auf deren Langlebigkeit, Umweltverträglichkeit und Herkunft zu achten. Bei einer Aufmerksamkeit aus der Elektrobranche, freut sich auch der Beschenkte, wenn es sich nicht um einen Energiefresser handelt. Für viele Geräte sind Energielabel mittlerweile verpflichtend. Sie helfen Verbrauchern dabei, den Energieverbrauch schnell einzuschätzen.
    Wussten Sie, dass in Deutschland zwischen Weihnachten und Neujahr zehn Prozent mehr Müll produziert werden? Ein Großteil davon sind Geschenkverpackungen. Eine Umweltfreundliche Alternative könnte z.B. bemaltes Zeitungspapier sein. Und wenn Sie nicht auf Geschenkpapier verzichten wollen, achten Sie doch darauf recyceltes Geschenkpapier mit dem Blauen Engel zu verwenden.

    Beleuchtung
    Moderne, sparsame Weihnachtsbeleuchtung mit LEDs verbraucht bis 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Weihnachtsbeleuchtung. Zumeist lohnt es sogar alte, noch funktionierende Lichterketten durch moderne LED-Lichterketten auszutauschen. Außerdem empfehlen wir Ihnen die Weihnachtsbeleuchtung nicht die ganze Nacht brennen zu lassen. Hier können Sie auch mit Zeitschaltuhren arbeiten.
    Echte Kerzen als Weihnachtsschmuck stellen zwar ein höheres Sicherheitsrisiko dar – weshalb sie nicht unbeaufsichtigt brennen sollten - schenken aber auch eine ganz besondere Atmosphäre.

    Festtagsessen
    Hier gelten natürlich die gleichen Tipps, die wir Ihnen im November schon zum Energiesparen in der Küche gegeben haben.
    Tun Sie sich selbst, der Umwelt und der Region doch etwas Gutes und achten Sie bei der Auswahl der Zutaten darauf, dass sie möglichst aus der Region und aus biologischem Anbau stammen. 

  • Energiesparen in der Küche (November 2018)

    Energiesparen in der Küche

    Ob Single-Haushalt oder Großfamilie, kleine Kochnische oder große Wohnküche - die Küche ist einer der wichtigsten Bereiche in jedem Haushalt. Sie birgt viele - mal mehr und mal weniger bekannte - Potentiale zum Energiesparen.

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    Der Kühlschrank

    Die Ideale Kühlschranktemperatur beträgt 7° C. So können Sie rund 15 % Energie und 24 kg CO2 pro Jahr gegenüber einer Kühlung bis auf 5°C sparen. Das reicht vollkommen um Lebensmittel zu kühlen und frisch zu halten. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch lagert man am besten im untersten Fach des Kühlschranks, das am kältesten ist. Einige Obst- und Gemüsesorten sind außerhalb des Kühlschranks in einem kühlen Vorratsraum oder Keller sogar besser aufgehoben, z.B. Kartoffeln in denen sich bei niedrigen Temperaturen mehr freie Zucker bilden oder Bananen, die schneller braun werden, wenn es ihnen zu kalt wird. Für das Gefrierfach oder die Tiefkühltruhe reichen -18° C.  Zur Kontrolle der richtigen Temperatur empfiehlt es sich ein Kühlschrankthermometer zu benutzen.
    Stellen Sie Ihre Kühlgeräte möglichst an nicht zu warmen Orten auf, sorgen Sie für genügen Luftzufuhr an der Rückwand ihrer Kühlgeräte und meiden Sie die Nähe zu Wärmequellen wie Heizung, Ofen oder Herd.
    Tauen Sie Ihren Kühlschrank und Ihre Gefriergeräte regelmäßig ab. Das sich sonst bildende Eis zehrt viel Energie. Eine Vereisung von 5 mm erhöht den Stromverbrauch Ihres Kühlschranks um 30 %, selbst bei einem modernen Gerät. Gut gefüllte Kühlschränke helfen ebenfalls Energie zu sparen, da die Lebensmittel je nach Flüssigkeitsgehalt die Kälte „speichern“ und helfen die Temperatur zu halten. Zudem ist in einem vollen Kühlschrank weniger Luft, die beim Öffnen entweichen kann. Müssen tiefgefrorene Speisen vor der Zubereitung aufgetaut werden, empfiehlt es sich, diese in den Kühlschrank zu legen. Die beim Auftauen „abgegebene“ Kälte entlastet den Kühlschrank beim Kühlen. So kann etwa 1 kWh Strom pro kg aufzutauender Tiefkühlkost gespart werden. Wenn sich in Ihrem Kühlschrank Schwitzwasser bildet, könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass die Tür nicht richtig schließt. Überprüfen Sie dann die Dichtungen. Bei vielen Geräten reicht es oft, wenn Sie die Gummidichtung der Tür säubern und entfetten, damit sie wieder gut schließt. Sollte das nicht reichen, können Sie die Gummidichtungen beim Fachhändler separat nachkaufen.

    Geschirrspülen
    Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass das Geschirrspülen von Hand energiesparender oder umweltfreundlicher sei. In Wahrheit verbraucht das Spülen mit der Maschine aber insgesamt um bis zu 85 % weniger Energie als das Spülen von Hand, wenn die Maschine voll beladen ist. Ist das Geschirr leicht oder normal verschmutzt, reicht in der Regel das Kurz- oder Sparprogramm der Geschirrspülmaschine mit 50° C Wassertemperatur vollkommen aus. Es braucht zwar etwas mehr Zeit, zügelt aber den Strom- und Wasserverbrauch.

    Kochen
    Kochen ohne Deckel kostet viermal so viel Energie wie mit Deckel, da sich die Garzeit erhöht. Nur wenige Gerichte vertragen es nicht, wenn Sie mit Deckel gekocht werden. Außerdem sollte der Topf immer passend zur Herdplatte gewählt werden, da der Herd sonst unnötig Wärme verliert. Bei Elektroherden kann man bereits 10 bis 15 Minuten vor Zubereitungsende die Herdplatten eine Stufe zurückschalten und ein paar Minuten vor Kochende ausschalten. Erhitzen Sie Ihr Wasser für Tee im elektrischen Wasserkocher (möglichst mit automatischer Abschaltung). Das benötigt rund 40 % weniger Energie als das Erhitzen in einem Topf. Auch das Wasser zum Kochen von Nudeln oder Kartoffeln kann im Wasserkocher „vorgekocht“ werden. Wer die Wahl hat, sollte auf einen Gasherd umsteigen. Beim Kochen mit dem Elektroherd werden nur etwa 35 % der im Kraftwerk erzeugten Energie effektiv genutzt.

    Backen
    Bei vielen Gerichten ist das Vorheizen des Backofens vollkommen überflüssig. Wenn Sie darauf verzichten, können sie bis zu 20 % Energie sparen. Die Umluft-Funktion (bei Elektroherden) ist effizienter als Unterhitze. Sind die erforderlichen Temperaturen im Ofen erreicht kann dieser oft vorzeitig ausgeschaltet werden. Im Winter können Sie, wenn Sie mit dem Backen fertig sind, nach dem Abschalten die Ofentür einfach offen stehen lassen und so die Abwärme nutzen, um Heizenergie zu sparen.
    Aber: Wenn es möglich ist, sind Bratpfanne und Schnellkochtopf zu bevorzugen. Beide sind effizienter als ein Backofen.

  • Fit für den Winter I (September 2018)

    Fit für den Winter (Teil 1):

    Auch wenn wir uns gerade noch über den schönen warmen und sonnigen Spätsommer freuen können, die nächsten kalten Tage kommen bestimmt. Höchste Zeit also Heizung und Wohnung fit zu machen für die kalte Jahreszeit. Das spart Energie und Geld und ist gut fürs Klima.

    Heizung reinigen:
    Die Pflege und regelmäßige Reinigung einer Heizung ist sehr wichtig, denn nur eine saubere Heizung beziehungsweise ein sauberer Heizkörper ohne Staub- und Dreckschicht heizt wirklich effizient. Bei Rippenheizkörpern lassen sich Staub und Flusen mit einem Staubwedel oder einem passenden Staubsaugeraufsatz leicht entfernen. Wer zu Hause raucht, bei dem setzt sich Nikotin auf den Heizkörpern ab. Hier ist der Einsatz von Fettreinigern oder Backofenspray empfehlenswert. Reinigen Sie Ihre Heizkörper am besten ein Mal pro Jahr oder zumindest alle zwei bis drei Jahre. Nach längerer Zeit wird jedoch ein neuer Anstrich erforderlich sein.

    Fenster abdichten:
    Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Fenster gut abgedichtet sind, können Sie dies anhand eines einfachen Tricks effektiv testen: Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Fenster und Fensterrahmen und schließen Sie das Fenster. Versuchen Sie nun, das Papier aus dem geschlossenen Fenster herauszuziehen. Lässt es sich nicht oder nur stark beschädigt herausziehen, ist das ein Zeichen für gut schließende Fenster. Lässt sich das Papier ohne großen Widerstand herausziehen, so können Sie sich sicher sein, dass Ihr Fenster undicht ist.

    Prüfen ob das Fenster undicht ist 2.jpg
    Quelle: co2online.de

    Die Materialien, die Sie für eine Fensterisolierung benötigen, finden Sie für wenig Geld in jedem handelsüblichen Baumarkt. Sie brauchen Dichtungsband, ein Teppichmesser, ein Geschirrtuch und evtl. Ethanol zur Reinigung der Fensterrahmen.
    Mit einem Zollstock können Sie die Maße der Fensterumrandung abmessen und anschließend das Dichtungsband auf die Richtige Länge schneiden, am besten auf einem kratzfesten Untergrund. Bevor Sie dann das Dichtungsband auf dem Fensterrahmen anbringen, sollten Sie diesen gründlich reinigen. Am besten mit Ethanol, da es schnell verfliegt und keine Rückstände auf dem Rahmen hinterlässt.
    Die zugeschnittenen Dichtungsbänder sind selbstklebend. Entfernen Sie einfach die Folie.
    Wichtig: Achten Sie beim Anbringen in den Ecken darauf, dass sich das Fenster noch einwandfrei schließen lässt. Mit dem „Papiertest“ können Sie nach dieser Maßnahme noch einmal testen, ob das Fenster jetzt wirklich dicht ist.

    Dichtungsband aufkleben.jpg
    Quelle: co2online.de

    Tipp: Dichten Sie bei Doppelkastenfenstern nur den inneren Flügel ab, sonst sammelt sich Kondenswasser im Scheibenzwischenraum und Feuchtigkeitsschäden können entstehen.
    In gut abgedichteten Räumen, müssen Sie außerdem immer darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird. Daher ist regelmäßiges Stoßlüften sehr wichtig, aber nicht die Fenster dauerhaft kippen, während die Heizung läuft.

     

  • Fit für den Winter II (Oktober 2018)

    Fit für den Winter (Teil 2):

    Wasser der Heizung nachfüllen:
    Vermeiden Sie böse Überraschungen und überprüfen Sie schon immer vor Beginn der nächsten Heizsaison den Wasserstand beziehungsweise Wasserdruck Ihrer Heizung. Prüfen Sie zuerst den Druckmesser der Heizung, das Manometer. Es zeigt an, ob sich genügend Druck in der Heizung und damit genügend Wasser in der Heizungsanlage befindet. Schauen Sie dazu in die Dokumentation oder Anleitung Ihrer Heizung – oder fragen Sie gleich einen Fachmann. Denn falls Wasser nachzufüllen ist, sollten Sie das nicht selbst erledigen. Das Wasser muss passend zu Ihrer Heizanlage aufbereitet und konditioniert werden. Sonst drohen teure Schäden, zum Beispiel durch Korrosion.

    Die Heizung entlüften:
    Wenn Ihre Heizung plätschernde oder gluckernde Geräusche macht, rauscht oder Pfeife oder nur teilweise warm wird, dann ist vermutlich (zu viel) Luft in der Heizung.
    Schon beim ersten Befüllen einer Heizung mit Wasser gelangt automatisch auch Luft in das System, bei jedem Nachfüllvorgang geschieht das gleiche wieder. Zusätzlich ist eine Heizung trotz aller Dichtungen nie zu 100 Prozent luftdicht. Über Verbindungsteile oder Kunststoffrohre dringt minimal Luft ein. Zusätzlich entstehen beim Erhitzen des Wassers automatisch kleine Luftbläschen, die sich ebenfalls im Heizkörper ansammeln können. Dass sich Luft in Ihrer Heizung sammelt, ist also ganz normal. Deshalb ist regelmäßiges Entlüften, auch wenn Sie keine Störgeräusche feststellen, sinnvoll, da ihre Heizung so effizienter Heizt und somit weniger Energie verbraucht.

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    Ein handelsüblicher Entlüftungsschlüssel

    Zum Entlüften eines Heizkörpers benötigen Sie einen Eimer, einen Entlüftungsschlüssel und eventuell ein Geschirrtuch. Drehen Sie zunächst das Thermostat des jeweiligen Heizkörpers auf die höchste Stufe, damit die Heizung vollkommen mit Wasser befüllt wird. Halten Sie nun ein Gefäß unter das Entlüftungsventil am Heizkörper und öffnen Sie es mit dem Entlüftungsschlüssel. Beim Öffnen des Ventils kann es durchaus passieren, dass Wasser herausspritzt. Hierbei ist also Vorsicht geboten. Lassen Sie das Entlüftungsventil solange geöffnet, bis nur noch Heizwasser in das Gefäß läuft und keine Luft mehr entweicht. Nun können Sie das Ventil wieder schließen.
    Wenn sehr viel Luft abgelassen wurde, kann es unter Umständen nötig sein, in der Heizanlage Wasser  nachzufüllen. Bei einer eigenen Heizanlage kann das selbst erledigt werden. In einem Mehrfamilienhaus, in dem mehrere Teilnehmer an einer größeren Heizanlage hängen, sollte vorsichtshalber der Hausmeister oder die Hausverwaltung informiert werden.

    Einige Heizungen verfügen nicht über ein eigenes Ventil für die Lüftung. In diesem Fall entlüften Sie den Heizkörper über das Thermostatventil. Drehen Sie hierzu den Thermostatkopf komplett zu. Danach lösen Sie mit einer Rohrzange die Verschraubung des Thermostatkopfs. Aber achten Sie darauf, den Thermostatkopf nicht vollständig abzudrehen. Die Luft entweicht schon vorher über das Thermostatventil.

    Als Mieter sollten Sie das Entlüften der Heizung Ihrem Hausmeister oder einem anderen, von der Hausverwaltung beauftragten, Handwerker überlassen.

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