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Aktuelles

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  • Dem Klimawandel auf der Spur (27.09.18)


    Was bedeutet Klimaschutz? Was hat es mit dem Klimawandel bei uns auf sich? Was versteht man unter einem Treibhauseffekt? Sind Treibhausgase denn gefährlich? Mit diesen Fragen beschäftigten sich heute knapp 40 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 4a und 4b der Grundschule Kleine Kalmit Ilbesheim.

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    Landau-Land’s Klimaschutzmanager Sebastian Bauer-Bahrdt betrat heute Morgen mit einer Gießkanne, einer Pflanze, einer Rotlichtlampe, einem Glasgefäß, zwei Bechern und einem Strommessgerät den Klassensaal der Grundschüler. Anhand vieler anschaulicher Beispiele erläuterte er im Klassenraum den theoretischen Teil. Dabei bediente er sich einiger regionaler Ereignisse, wie zuletzt der Überschwemmung in der Landauer Innenstadt.

    Begeistert waren die Schulkinder vor allem von den Strom-Experimenten. Freiwillige Schülerinnen und Schüler durften sich nacheinander ein Gerät im Klassensaal aussuchen, das sie nach seiner benötigten Watt-Zahl prüften. Den meisten Strom benötigte ein Wasserkocher, der zum Erhitzen von einem Liter Wasser 191 Wh Strom verbrauchte. Mit Staunen stellten die Kinder fest, dass ein Radio je nach Lautstärke unterschiedliche Mengen an Strom verbraucht. Auch aus dem Test mit dem Smartboard im Stand-By-Modus konnten die Grundschüler einiges lernen. Sogar im Offline-Modus benötigt das Smartboard rund 3 W. Anhand eines Rechenbeispiels wie viel Strom solche Geräte im Stand-By-Modus über das Wochenende oder über die Ferien verteilt verbrauchen, verdeutlichte Bauer-Bahrdt, wie wichtig es im Alltag und in der Schule ist, den Stecker immer ganz aus der Steckdose zu ziehen, um Strom zu sparen. Beim Smartboard kämen beispielsweise über die Sommerferien rund 3000 Wh zusammen.

    Ein weiteres Highlight am Mittwochmorgen war das Praxisbeispiel zum Thema Treibhauseffekt. Die Kinder durften zwei Becher mit Wasser füllen, beide wurden daraufhin für knapp zwei Stunden unter eine Rotlichtlampe gestellt, ein Becher davon kam zusätzlich unter das Glasgefäß. Nach der abgelaufenen Zeit stellten die Mädchen und Jungs der vierten Klasse fest, dass der Becher unter dem Glas noch einmal 4°Grad wärmer war als der andere.

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    In den nächsten Wochen wird unser Klimaschutzmanager, Sebastian Bauer-Bahrdt, noch die vierten Klassen der Grundschule „Im Queichtal“ in Siebeldingen und der Klingbachschule in Billigheim-Ingenheim besuchen und Ihnen alles Wissenswerte zum Thema Klimaschutz spielerisch beibringen.

    Alle teilnehmenden vierten Klassen sind dazu aufgerufen, ein passendes Maskottchen für unsere Bemühungen und Aktivitäten rund um den Klimaschutz in der Verbandsgemeinde Landau-Land zu entwerfen. Die Vorschläge können bis zum 15. November 2018 über die jeweiligen Klassenlehrer und Schulleiter oder  per Mail an sbauerbahrdt@landau-land.de eingereicht werden. Alternativ werden die Ideen auch per Post angenommen (Verbandsgemeinde Landau-Land, An 44 Nr. 31, 76829 Landau in der Pfalz). Auf die Gewinner warten einige Überraschungen.

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  • Interview mit Bürgermeister Torsten Blank und Klimaschutzmanager Sebastian Bauer-Bahrdt (23.08.18)

    Sebastian Bauer-Bahrdt ist seit dem 1. Juli Klimaschutzmanager in der Verbandsgemeinde Landau-Land. Er ist der erste hauptamtliche Klimabeauftragte im Landkreis SÜW.
    Die Amtsblattredaktion hat sich mit ihm und Bürgermeister Torsten Blank über seine Aufgabe unterhalten.

    Herr Bauer-Bahrdt, wie wird man Klimaschutzmanager, was muss man dafür studieren?
    Ich habe Umweltwissenschaften an der Universität in Landau studiert. Das ist ein sehr breit angelegter Studiengang. Gerade in ländlich geprägten Gegenden sind der Klimaschutz und der Umgang mit den Folgen des Klimawandels ja keine rein technischen Aufgaben. Durch den breit aufgestellten Umweltbezug kann ich sehr schnell Probleme und Potentiale beispielsweise im Bereich der Land- und Forstwirtschaft oder dem Naturschutz erfassen und damit arbeiten.

    Sie sind jetzt seit Juli Klimaschutzmanager in Landau-Land. Was haben Sie davor gemacht?
    Bevor ich zur Verbandsgemeinde gekommen bin, habe ich für das Institut für Grundwasserökologie (IGÖ) und das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung gearbeitet. In den letzten drei Jahren war ich in der Umweltabteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe angestellt. Dort war ich beschäftigt mit Qualitätssicherung im Naturschutz und habe rechtliche Fragen zu Eingriffen in Natur- und Landschaft bearbeitet. Außerdem war ich in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.

    Herr Blank, was sind denn die Aufgaben des neuen Klimaschutzmanagers der Verbandsgemeinde Landau-Land?
    Klimaschutz oder allgemein der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist die wahrscheinlich größte Herausforderung der Menschheit. Es ist eine globale Aufgabenstellung, für die jeder in seinem Bereich einen Beitrag leisten kann. Wir haben uns als Verbandsgemeinde vorgenommen, den Engergieverbrauch und damit den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent reduzieren. Dazu haben wir in einem Klimaschutzkonzept einen ganzen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der nun mit der Unterstützung des Klimaschutzmanagers umgesetzt werden soll. Ich bin mir sicher, mit Herrn Bauer-Bahrdt haben wir den richtigen Fachmann gefunden.  

    Was sind ihre ersten Projekte, Herr Bauer-Bahrdt?
    In drei Schlagworten würde ich sagen: Aufbau eines kommunale Energiemanagements, Umweltbildung und Entwicklung von Energiesparmodellen an Schulen und Kindergärten, Aufbau von Plattformen zur Bürgerinformationen

    Welches Thema liegt Ihnen besonders am Herzen?
    Generell ist mir wichtig möglichst viele Menschen zu erreichen und nicht nur für den Klimaschutz sondern für den Schutz unserer Umwelt als Ganzes zu sensibilisieren, da sie unser aller Lebensgrundlage ist und wir alle, wenn auch unterschiedlich stark, von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Das hat nicht nur etwas mit den Eisbären in der Arktis oder den Menschen in südlichen Ländern oder Inselstaaten zu tun. Das geht uns alle an. Jeder von uns kann etwas tun, und das auch ohne sein komplettes Leben auf den Kopf stellen oder viel Geld in die Hand nehmen zu müssen.

    Herr Blank, was sind die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele für die Verbandsgemeinde im Klimaschutz?
    Kurzfristig geht es sicher darum, die Handlungsmöglichkeiten in den Einrichtungen und Gebäuden der Verbandsgemeinde und unserer Ortsgemeinden in den Focus zu nehmen, auch weil wir eine Vorbildfunktion haben. Allerding macht der öffentliche Sektor nur fünf Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus, deshalb wird es im zweiten Schritt das Ziel sein, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und zu sensibilisieren, wie im privaten und gewerblichen Bereich Energie und Emissionen eingespart werden können. Ganz wichtig für die langfristige Perspektive ist die Umweltbildung in den Schulen, damit die nächste Generation bewusster und schonender mit unserem Planeten umgeht.

    Beschäftigen Sie sich auch in Ihrer Freizeit mit Themen aus dem Umweltschutzbereich?
    Ehrenamtlich bin ich in verschiedenen Umweltschutzverbänden in der Region tätig und habe bereits im Akteursrat zur Erstellung des Klimaschutzkonzepts der Verbandsgemeinde mitgearbeitet. Außerdem  bin ich im Fachbeirat für Naturschutz der Kreisverwaltung SÜW. Am liebsten packe ich in meiner Freizeit in der Biotop- und Landschaftspflege mit an. Das ist ein schöner Kontrast zum mitunter doch sehr technischen und zahlenlastigen Klimaschutz. Gleichzeitig begegnen mir dabei auch folgen des Klimawandels, die eben auch bei uns schon zu spüren sind.

    Warum ist es in der Kommunalpolitik so ruhig geworden um das Thema Klimaschutz?
    Sicher wurde das Thema Klimaschutz von anderen Themen überlagert, die die Menschen in gleicher Weise umtreiben. Das Atomunglück in Japan, dass die Diskussion um die Energiewende stark befeuert hat liegt auch schon wieder sieben Jahre zurück. Gleichwohl wird in vielen Gemeinden an dem Thema gearbeitet und es werden – auch im Kleinen - Fortschritte erzielt. Es steht quasi als Daueraufgabe auf der Tagesordnung. Aber nicht zuletzt hat uns die Wetterlage der letzten Monate und die damit verbundenen Unwetterereignisse gezeigt, dass sich unser Klima verändert und dass wir etwas dagegen tun müssen.

    Herr Bauer-Bahrdt, was würden Sie sich in Zukunft für die Region wünschen?
    Weitere Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanager sowie ein gute Vernetzung mit diesen und den höheren Verwaltungsebenen. Dann können wir auch gemeindeübergreifende Projekte anpacken, z.B. im Sektor Mobilität. Ich denke da an bessere Radwege, Mobilitätskonzepte und einen besseren ÖPNV. Außerdem sollten wir das Thema Klimawandelanpassung in der Region auch stärker in den Fokus nehmen. Der Schutz vor Starkregen und Überflutungen lässt sich beispielsweise nur über die Gemeindegrenzen hinweg planen.

  • Sebastian Bauer-Bahrdt ist der erste Klimaschutzbeauftragte im Landkreis SÜW (02.07.18)

    Am 1. Juli hat der Umweltwissenschaftler Sebastian Bauer-Bahrdt seine Arbeit als Klimaschutzmanager in der Verbandsgemeinde Landau-Land aufgenommen. Damit ist er der erste im Landkreis Südliche Weinstraße. Der 36-jährige diplomierte Umweltfachmann wird in den kommenden drei Jahren das integrierte Klimaschutzkonzept der Verbandsgemeinde mit Leben füllen und die darin enthaltenen Maßnahmen umsetzen. Zu seinen ersten großen Aufgaben zählen unter anderem die Etablierung eines Energiemanagements für kommunale Gebäude, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Umweltbildung an Schulen und Kindergärten.

    Das Klimaschutzkonzept wurde in einem Bürgerbeteiligungsprozess vom sogenannten „Akteursrat“ entwickelt. Es gibt einen Maßnahmenkatalog vor, der das Ziel verfolgt, die Erzeugung von klimaschädlichen Treibhausgasen im Bereich der Verbandsgemeinde bis zum Jahr 2030 um mindestens 40% zu senken.

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    Nach seinem Studium der Umweltwissenschaften war Bauer-Bahrdt unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Grundwasserökologie in Landau und zuletzt beim Regierungspräsidium Karlsruhe als Referent für Biologie in der Qualitätssicherung von Naturschutzprojekten und der Umweltbildung tätig. Der passionierte Radfahrer lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Birkweiler und ist auch ehrenamtlich im Umweltschutz aktiv. Zudem ist er Mitglied im Beirat für Naturschutz der Kreisverwaltung SÜW und im Bundesverband Klimaschutz.

    „Ehrenamtlich habe ich mich vor drei Jahren an der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes beteiligt. Dass ich es jetzt als Klimaschutzmanager in die Praxis umsetzen darf ist für mich eine besondere Herausforderung“, freut sich Bauer-Bahrdt auf die Aufgabe und eine erfolgreiche gemeinsame Zusammenarbeit in der Verbandsgemeinde mit allen Akteuren.

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