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Klimaschutz

Aktuelles
  • „Schlotti“ ist das neue Klimaschutzmaskottchen der Verbandsgemeinde Landau-Land (16.05.2019)
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    Immer wenn es zukünftig um Klima- und Umweltschutz und um Umweltbildung in der Verbandsgemeinde Landau-Land geht, taucht das neue Klimaschutzmaskottchen, „Schlotti“, auf.
    Die Idee und Vorlage dazu stammt von Marisa Weinert aus der Klasse 4b der Grundschule „Kleine Kalmit“ in Ilbesheim, die mit ihrem Vorschlag den Kreativwettbewerb für ein Klimaschutzmaskottchen für Landau-Land gewonnen hat. Am vergangenen Freitag, den 10. Mai 2019, luden Bürgermeister Torsten Blank und Klimaschutzmanager Sebastian Bauer-Bahrdt zur offiziellen Siegerehrung und Vorstellung des Maskottchens in die Aula der Grundschule nach Ilbesheim. 250 Euro gab es für die Klassenkasse der Siegerin, für Ihren lebendigen „Umweltbaum“. Bearbeitet hatte das Original der Eschbacher Grafiker Michael Müller.

    Das Maskottchen sei ein Symbol für den Umwelt- und Klimaschutz und helfe bei der Umweltbildung, erklärte Bürgermeister Torsten Blank. Die kniffelige Aufgabe, das Thema in ein Bild zu fassen, hätten die Teilnehmer prima gelöst, lobte Blank. Seit dem Aufruf Ende vergangenen Jahres hatte der Klimaschutzbeauftragte der VG, Sebastian Bauer-Bahrdt, die Kinder betreut. Beteiligt hatten sich 39 Viertklässler, deren Arbeiten in Ilbesheim ausgestellt waren.

    Zweite bei der Preisverleihung war Paula Siener von der Grundschule „Im Queichtal“ in Siebeldingen. Für ihre Schildkröte bekam sie 150 Euro. Zwei dritte Preise und jeweils 100 Euro gingen an Natasza Kolasa und Luisa Winkelblech, beide von der Klingbachschule in Billigheim-Ingenheim, die sich lustige Bienen ausgedacht haben.

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    Die Preisgelder wurden von den Pfalzwerken, der VR Bank Südliche Weinstraße – Wasgau und der VR Bank Südpfalz zur Verfügung gestellt.

  • Wichtige Informationen für Besitzer von Solaranlagen, BHKWs und Stromspeichern (18.04.2019)

    Seit 31. Januar 2019 sind alle Betreiber von EEG- und KWK-Anlagen in der Pflicht, ihre Anlagen im Marktstammdatenregister zu registrieren. Davon sind auch Kleinstanlagen wie Photovoltaikdachanlagen auf Privathäusern, Notstromaggregate, Blockheizkraftwerke und Stromspeicher betroffen. Die Pflicht zur Registrierung betrifft Altanlagen bzw. bereits registrierte Anlagen. Die Frist für die Registrierung von Anlagen die vor dem 1. Juli 2017 errichtet wurden ist der 31. Januar 2021.
    Die Registrierung erfolgt unter www.marktstammdatenregister.de und muss nicht persönlich durchgeführt werden. Dies kann auch von einer anderen bevollmächtigten Person (Familie, Installateur, Dienstleister usw.) übernommen werden.
    Damit die Zahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK) ohne Abzüge ausbezahlt werden können, müssen die in der Verordnung vorgegebenen Registrierungspflichten beachtet werden. Ansonsten tritt keine Fälligkeit des Anspruchs auf eine Auszahlung ein.

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.

  • Start der KMU Energiekarawane in Landau-Land (28.03.2019)
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    Ab dem 01.04.2019 zieht die Energiekarawane für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Landau-Land und hilft den Unternehmerinnen und Unternehmern Einsparpotentiale in ihren Betrieben aufzudecken. Ohne bürokratischen Aufwand oder lange Vorbereitung steht nach einem Rundgang durch den Betrieb fest, ob und wenn ja, welche Energieeinsparmöglichkeiten bestehen und ob es sich für das Unternehmen lohnt, entsprechende Maßnahmen umzusetzen.
    Zum kostenfreien Energiecheck der Energiekarawane können sich alle KMU-Betriebe, egal welcher Branche, noch bis zum 05. April 2019 anmelden und so die ersten Schritte zu mehr Energie- und Ressourceneffizienz und damit auch mehr Klimaschutz in ihrem Unternehmen gehen.

    Weitere Informationen erhalten Sie unter:
    www.landau-land.de/wirtschaft-umwelt/Energiekarawane

    Anmeldeformulare in Papierform sind auch im Bürgerbüro der Verbandsgemeindeverwaltung in Landau erhältlich.

  • Erfolgreiches erstes Unternehmerfrühstück in der Verbandsgemeinde Landau-Land (21.03.2019)
    © Fox on the rocks

    Am Donnerstag, den 14.03.2019, fand in der Weinstube Brennofen in Ilbesheim das erste Unternehmerfrühstück in der Verbandsgemeinde Landau-Land statt. Unter dem Motto „Energieeffizienz lohnt sich!“ hatten der Klimaschutzmanager der VG, Sebastian Bauer-Bahrdt, und Bürgermeister Torsten Blank zusammen mit dem Tourismusverband Südliche Weinstraße - Landau-Land Gastronomen und Tourismusbetriebe eingeladen.
    Rund 25 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Verbandsgemeinde, aber auch aus den Nachbarkommunen im Landkreis, waren der Einladung gefolgt. Es ging um die Fragen, wie kann ich in meinem Gastronomiebetrieb, in meinem Hotel oder Gästehaus Energie und Ressourcen einsparen? Nicht nur der Energieträger Strom, sondern der gesamte Stoffkreislauf von der Warenlagerung bis zur Wertstoffentsorgung stand dabei im Focus. Die eingeladenen Referenten von der Energieagentur Rheinland-Pfalz, dem Landesamt für Umwelt sowie dem VDI Zentrum Ressourceneffizienz gaben wertvolle Tipps zu Einsparpotentialen sowie zu Beratungs- und Fördermöglichkeiten wie dem „EffCheck“ und der KMU Energiekarawane. Gastgeberin Maren Schmitt vom Brennofen berichtete von ihren Erfahrungen mit dem Energiecheck der Energiekarawane.
    Zwischen den Vorträgen standen die Experten den Unternehmerinnen und Unternehmer Rede und Antwort und es gab einen regen fachlichen Austausch.
    Das gut besuchte Frühstück stieß auf eine durchweg positive Resonanz. Das nächste Unternehmerfrühstück soll im Spätjahr 2019 stattfinden.

    Die Präsentationen zu den Vorträgen der Referenten können hier heruntergeladen werden: Vorträge

    Bürgermeister Blank und Klimaschutzmanager Bauer-Bahrdt begrüßen die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer.
  • Unternehmerfrühstück "Energieeffizienz lohn sich!" am 14. März 2019 in Ilbesheim (18.02.2019)

    Laut dem aktuellen „Konjunkturbericht Pfalz“ der IHK werden steigende Energie- und Rohstoffpreise als eines der drei größten Risiken für die Geschäftsentwicklung im Gastgewerbe angesehen. Ein Blick auf die Energieeffizienz lohnt, denn das Einsparpotential in den Betrieben ist oft sehr hoch. Energie- und Ressourceneinsparungen von bis zu 50 % und mehr sind keine Seltenheit.

    Deshalb laden wir alle Betreiber von Gaststätten, Restaurants, Pensionen, Hotels, Ferienunterkünften und andere Unternehmer aus den Bereichen Gastgewerbe und Gastronomie herzlich zum ersten Unternehmerfrühstück der Verbandgemeinde Landau-Land ein.

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    Bei einem entspannten zweiten Frühstück werden Ihnen die Energie- und Ressourcenchecks der KMU-Energiekarawane und des EffNet sowie aktuelle Förderprogramme vorgestellt. Außerdem berichtet das gastgebende Unternehmen von seinen Erfahrungen mit einem Energiecheck.

    Donnerstag, 14. März 2019, 09:00 bis 12:00 Uhr
    Weinstube Brennofen
    Wildgasse 5
    76831 Ilbesheim

    Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine verbindliche Anmeldung per E-Mail an sbauerbahrdt@landau-land.de, per Fax an 06341 / 143-70 oder postalisch an Verbandsgemeinde Landau-Land, An 44 Nr. 31, 76829 Landau. Für Rückfragen steht Ihnen Sebastian Bauer-Bahrdt unter 06341 / 143-129 gerne zur Verfügung.

    Die Teilnahme am Unternehmerfrühstück ist für Sie selbstverständlich kostenlos.

    Das Programm finden Sie hier: Programm

  • 9. Netzwerktreffen zum Energie- und Klimaschutzmanagement für Kommunen zu Gast im Rathaus (23.01.2019)

    Am Dienstag, 22. Januar 2019, hatten wir die kommunalen Klimaschutzbeauftragten und -manager der Metropolregion Rhein-Neckar zu ihrem 9. Netzwerktreffen zum Energie- und Klimaschutzmanagement für Kommunen (EKM) zu Gast in unserem Rathaus. Bürgermeister Torsten Blank stellte die Klimaschutzziele der Verbandsgemeinde Landau-Land vor. Unser Klimaschutzbeauftragter Sebastian Bauer-Bahrdt berichtete über die ersten Monate seiner Arbeit in Landau-Land und erläuterte den Energiebericht für die Liegenschaften der Verbandsgemeinde. Erfahrungsaustausch und best practice im Dialog mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

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  • Letzer Abgabetermin für kreative Vorschläge zum Klimaschutz-Maskottchen 08. Februar 2019 (15.01.2019)

    Maskottchen für den Klimaschutz in Landau-Land gesucht

    Kreative Vorschläge der Viertklässler unserer Grundschulen in Billigheim-Ingenheim, Ilbesheim und Siebeldingen können noch bis zum 08. Februar 2019 eingereicht werden.
    Auf die Siegerin oder den Sieger warten ein Sachpreis zum Thema „erneuerbare Energien“ und 250 € für die Klassenkasse.
    Einsendungen über die Klassenlehrer oder direkt an die Verbandsgemeinde Landau-Land.

    Anschrift:
    Verbandsgemeinde Landau-Land
    Sebastian Bauer-Bahrdt
    An 44 Nr. 31
    76829 Landau in der Pfalz

    E-Mail: sbauerbahrdt@landau-land.de

  • Mitarbeiterschulung Energiesparen (09.11.2018)

    In der Verbandsgemeindeverwaltung Landau-Land ging es bei der Mitarbeiterschulung „Energiesparen durch Nutzerverhalten“ energetisch zur Sache. Knapp 40 Mitarbeiter der Verbandsgemeinde haben sich zusammengefunden, um mehr über das Thema Energiesparen durch Nutzerverhalten zu erfahren. Claudia Lill, Referentin der Energieagentur Rheinland-Pfalz, vermittelte dabei fundiertes Fachwissen darüber, wie energiebewusstes und effizientes Verhalten am Arbeitsplatz und Zuhause möglich ist, ohne dabei an Lebensqualität zu verlieren oder sich selbst einschränken zu müssen.

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    Die sinnvolle Senkung des Energieverbrauchs entlastet nicht nur das Budget der Verbandsgemeinde, sondern ist gleichzeitig ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Ganz nebenbei erhöht sich durch das neuerworbene Wissen und dessen Umsetzung oft auch der Wohlfühlfaktor. Fachreferentin Lill gab hierzu praxisnahe und allgemeingültige Tipps und Impulse für das richtige Heizen und Lüften, für die Beleuchtung sowie für den energieeffizienten Umgang mit elektrischen Geräten. Auch der sparsame Umgang mit Wasser stand auf der Agenda. Alle Tipps können sowohl bei der Arbeit als auch Zuhause umgesetzt werden und schonen das öffentliche und private Budget. Diese positiven Beispiele kamen bei den Kollegen gut an und viele der Teilnehmer äußerten, dass sie künftig bewusster auf ihren Energieverbrauch und Einsparmöglichkeiten achten wollen. Oft ist das schon durch kleine Maßnahmen und kostengünstige Investitionen möglich. Dadurch lassen sich große Energieeinspar-Effekte erzielen, beispielsweise durch den Einbau von Zeitschaltuhren, einem Thermostopp für Boiler zur Warmwasserbereitung oder schaltbare Steckdosenleisten.

  • Dem Klimawandel auf der Spur (27.09.2018)


    Was bedeutet Klimaschutz? Was hat es mit dem Klimawandel bei uns auf sich? Was versteht man unter einem Treibhauseffekt? Sind Treibhausgase denn gefährlich? Mit diesen Fragen beschäftigten sich heute knapp 40 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 4a und 4b der Grundschule Kleine Kalmit Ilbesheim.

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    Landau-Land’s Klimaschutzmanager Sebastian Bauer-Bahrdt betrat heute Morgen mit einer Gießkanne, einer Pflanze, einer Rotlichtlampe, einem Glasgefäß, zwei Bechern und einem Strommessgerät den Klassensaal der Grundschüler. Anhand vieler anschaulicher Beispiele erläuterte er im Klassenraum den theoretischen Teil. Dabei bediente er sich einiger regionaler Ereignisse, wie zuletzt der Überschwemmung in der Landauer Innenstadt.

    Begeistert waren die Schulkinder vor allem von den Strom-Experimenten. Freiwillige Schülerinnen und Schüler durften sich nacheinander ein Gerät im Klassensaal aussuchen, das sie nach seiner benötigten Watt-Zahl prüften. Den meisten Strom benötigte ein Wasserkocher, der zum Erhitzen von einem Liter Wasser 191 Wh Strom verbrauchte. Mit Staunen stellten die Kinder fest, dass ein Radio je nach Lautstärke unterschiedliche Mengen an Strom verbraucht. Auch aus dem Test mit dem Smartboard im Stand-By-Modus konnten die Grundschüler einiges lernen. Sogar im Offline-Modus benötigt das Smartboard rund 3 W. Anhand eines Rechenbeispiels wie viel Strom solche Geräte im Stand-By-Modus über das Wochenende oder über die Ferien verteilt verbrauchen, verdeutlichte Bauer-Bahrdt, wie wichtig es im Alltag und in der Schule ist, den Stecker immer ganz aus der Steckdose zu ziehen, um Strom zu sparen. Beim Smartboard kämen beispielsweise über die Sommerferien rund 3000 Wh zusammen.

    Ein weiteres Highlight am Mittwochmorgen war das Praxisbeispiel zum Thema Treibhauseffekt. Die Kinder durften zwei Becher mit Wasser füllen, beide wurden daraufhin für knapp zwei Stunden unter eine Rotlichtlampe gestellt, ein Becher davon kam zusätzlich unter das Glasgefäß. Nach der abgelaufenen Zeit stellten die Mädchen und Jungs der vierten Klasse fest, dass der Becher unter dem Glas noch einmal 4°Grad wärmer war als der andere.

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    In den nächsten Wochen wird unser Klimaschutzmanager, Sebastian Bauer-Bahrdt, noch die vierten Klassen der Grundschule „Im Queichtal“ in Siebeldingen und der Klingbachschule in Billigheim-Ingenheim besuchen und Ihnen alles Wissenswerte zum Thema Klimaschutz spielerisch beibringen.

    Alle teilnehmenden vierten Klassen sind dazu aufgerufen, ein passendes Maskottchen für unsere Bemühungen und Aktivitäten rund um den Klimaschutz in der Verbandsgemeinde Landau-Land zu entwerfen. Die Vorschläge können bis zum 15. November 2018 über die jeweiligen Klassenlehrer und Schulleiter oder  per Mail an sbauerbahrdt@landau-land.de eingereicht werden. Alternativ werden die Ideen auch per Post angenommen (Verbandsgemeinde Landau-Land, An 44 Nr. 31, 76829 Landau in der Pfalz). Auf die Gewinner warten einige Überraschungen.

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  • Interview mit Bürgermeister Torsten Blank und Klimaschutzmanager Sebastian Bauer-Bahrdt (23.08.18)

    Sebastian Bauer-Bahrdt ist seit dem 1. Juli Klimaschutzmanager in der Verbandsgemeinde Landau-Land. Er ist der erste hauptamtliche Klimabeauftragte im Landkreis SÜW.
    Die Amtsblattredaktion hat sich mit ihm und Bürgermeister Torsten Blank über seine Aufgabe unterhalten.

    Herr Bauer-Bahrdt, wie wird man Klimaschutzmanager, was muss man dafür studieren?
    Ich habe Umweltwissenschaften an der Universität in Landau studiert. Das ist ein sehr breit angelegter Studiengang. Gerade in ländlich geprägten Gegenden sind der Klimaschutz und der Umgang mit den Folgen des Klimawandels ja keine rein technischen Aufgaben. Durch den breit aufgestellten Umweltbezug kann ich sehr schnell Probleme und Potentiale beispielsweise im Bereich der Land- und Forstwirtschaft oder dem Naturschutz erfassen und damit arbeiten.

    Sie sind jetzt seit Juli Klimaschutzmanager in Landau-Land. Was haben Sie davor gemacht?
    Bevor ich zur Verbandsgemeinde gekommen bin, habe ich für das Institut für Grundwasserökologie (IGÖ) und das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung gearbeitet. In den letzten drei Jahren war ich in der Umweltabteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe angestellt. Dort war ich beschäftigt mit Qualitätssicherung im Naturschutz und habe rechtliche Fragen zu Eingriffen in Natur- und Landschaft bearbeitet. Außerdem war ich in der Öffentlichkeitsarbeit tätig.

    Herr Blank, was sind denn die Aufgaben des neuen Klimaschutzmanagers der Verbandsgemeinde Landau-Land?
    Klimaschutz oder allgemein der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist die wahrscheinlich größte Herausforderung der Menschheit. Es ist eine globale Aufgabenstellung, für die jeder in seinem Bereich einen Beitrag leisten kann. Wir haben uns als Verbandsgemeinde vorgenommen, den Engergieverbrauch und damit den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent reduzieren. Dazu haben wir in einem Klimaschutzkonzept einen ganzen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der nun mit der Unterstützung des Klimaschutzmanagers umgesetzt werden soll. Ich bin mir sicher, mit Herrn Bauer-Bahrdt haben wir den richtigen Fachmann gefunden.  

    Was sind ihre ersten Projekte, Herr Bauer-Bahrdt?
    In drei Schlagworten würde ich sagen: Aufbau eines kommunale Energiemanagements, Umweltbildung und Entwicklung von Energiesparmodellen an Schulen und Kindergärten, Aufbau von Plattformen zur Bürgerinformationen

    Welches Thema liegt Ihnen besonders am Herzen?
    Generell ist mir wichtig möglichst viele Menschen zu erreichen und nicht nur für den Klimaschutz sondern für den Schutz unserer Umwelt als Ganzes zu sensibilisieren, da sie unser aller Lebensgrundlage ist und wir alle, wenn auch unterschiedlich stark, von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Das hat nicht nur etwas mit den Eisbären in der Arktis oder den Menschen in südlichen Ländern oder Inselstaaten zu tun. Das geht uns alle an. Jeder von uns kann etwas tun, und das auch ohne sein komplettes Leben auf den Kopf stellen oder viel Geld in die Hand nehmen zu müssen.

    Herr Blank, was sind die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele für die Verbandsgemeinde im Klimaschutz?
    Kurzfristig geht es sicher darum, die Handlungsmöglichkeiten in den Einrichtungen und Gebäuden der Verbandsgemeinde und unserer Ortsgemeinden in den Focus zu nehmen, auch weil wir eine Vorbildfunktion haben. Allerding macht der öffentliche Sektor nur fünf Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus, deshalb wird es im zweiten Schritt das Ziel sein, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und zu sensibilisieren, wie im privaten und gewerblichen Bereich Energie und Emissionen eingespart werden können. Ganz wichtig für die langfristige Perspektive ist die Umweltbildung in den Schulen, damit die nächste Generation bewusster und schonender mit unserem Planeten umgeht.

    Beschäftigen Sie sich auch in Ihrer Freizeit mit Themen aus dem Umweltschutzbereich?
    Ehrenamtlich bin ich in verschiedenen Umweltschutzverbänden in der Region tätig und habe bereits im Akteursrat zur Erstellung des Klimaschutzkonzepts der Verbandsgemeinde mitgearbeitet. Außerdem  bin ich im Fachbeirat für Naturschutz der Kreisverwaltung SÜW. Am liebsten packe ich in meiner Freizeit in der Biotop- und Landschaftspflege mit an. Das ist ein schöner Kontrast zum mitunter doch sehr technischen und zahlenlastigen Klimaschutz. Gleichzeitig begegnen mir dabei auch folgen des Klimawandels, die eben auch bei uns schon zu spüren sind.

    Warum ist es in der Kommunalpolitik so ruhig geworden um das Thema Klimaschutz?
    Sicher wurde das Thema Klimaschutz von anderen Themen überlagert, die die Menschen in gleicher Weise umtreiben. Das Atomunglück in Japan, dass die Diskussion um die Energiewende stark befeuert hat liegt auch schon wieder sieben Jahre zurück. Gleichwohl wird in vielen Gemeinden an dem Thema gearbeitet und es werden – auch im Kleinen - Fortschritte erzielt. Es steht quasi als Daueraufgabe auf der Tagesordnung. Aber nicht zuletzt hat uns die Wetterlage der letzten Monate und die damit verbundenen Unwetterereignisse gezeigt, dass sich unser Klima verändert und dass wir etwas dagegen tun müssen.

    Herr Bauer-Bahrdt, was würden Sie sich in Zukunft für die Region wünschen?
    Weitere Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanager sowie ein gute Vernetzung mit diesen und den höheren Verwaltungsebenen. Dann können wir auch gemeindeübergreifende Projekte anpacken, z.B. im Sektor Mobilität. Ich denke da an bessere Radwege, Mobilitätskonzepte und einen besseren ÖPNV. Außerdem sollten wir das Thema Klimawandelanpassung in der Region auch stärker in den Fokus nehmen. Der Schutz vor Starkregen und Überflutungen lässt sich beispielsweise nur über die Gemeindegrenzen hinweg planen.

  • Sebastian Bauer-Bahrdt ist der erste Klimaschutzbeauftragte im Landkreis SÜW (02.07.2018)

    Am 1. Juli hat der Umweltwissenschaftler Sebastian Bauer-Bahrdt seine Arbeit als Klimaschutzmanager in der Verbandsgemeinde Landau-Land aufgenommen. Damit ist er der erste im Landkreis Südliche Weinstraße. Der 36-jährige diplomierte Umweltfachmann wird in den kommenden drei Jahren das integrierte Klimaschutzkonzept der Verbandsgemeinde mit Leben füllen und die darin enthaltenen Maßnahmen umsetzen. Zu seinen ersten großen Aufgaben zählen unter anderem die Etablierung eines Energiemanagements für kommunale Gebäude, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Umweltbildung an Schulen und Kindergärten.

    Das Klimaschutzkonzept wurde in einem Bürgerbeteiligungsprozess vom sogenannten „Akteursrat“ entwickelt. Es gibt einen Maßnahmenkatalog vor, der das Ziel verfolgt, die Erzeugung von klimaschädlichen Treibhausgasen im Bereich der Verbandsgemeinde bis zum Jahr 2030 um mindestens 40% zu senken.

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    Nach seinem Studium der Umweltwissenschaften war Bauer-Bahrdt unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut für Grundwasserökologie in Landau und zuletzt beim Regierungspräsidium Karlsruhe als Referent für Biologie in der Qualitätssicherung von Naturschutzprojekten und der Umweltbildung tätig. Der passionierte Radfahrer lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Birkweiler und ist auch ehrenamtlich im Umweltschutz aktiv. Zudem ist er Mitglied im Beirat für Naturschutz der Kreisverwaltung SÜW und im Bundesverband Klimaschutz.

    „Ehrenamtlich habe ich mich vor drei Jahren an der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes beteiligt. Dass ich es jetzt als Klimaschutzmanager in die Praxis umsetzen darf ist für mich eine besondere Herausforderung“, freut sich Bauer-Bahrdt auf die Aufgabe und eine erfolgreiche gemeinsame Zusammenarbeit in der Verbandsgemeinde mit allen Akteuren.


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