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Hochwasser und Starkregen

Gefahren - Vorsorge - Ernstfall

Vernetzungsgespräche

Vernetzungsgespräche zum öHSVK

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Im Rahmen der Erarbeitung des örtlichen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepts für die Verbandsgemeinde Landau-Land wurden im Zeitraum Mai-Juli 2026 den vergange vier Vernetzungsgespräche mit zentralen Akteursgruppen durchgeführt. Ziel dieser Veranstaltungen war es, bestehende Strukturen zu stärken, Schnittstellen zu klären und das Fachwissen unterschiedlicher Bereiche gezielt in das Vorsorgekonzept einzubringen.

Die folgenden Themenrunden wurden durchgeführt:

  • Feuerwehr und Krisenstab
    Hier standen Alarmierungswege, Einsatzabläufe und die Abstimmung zwischen örtlicher Feuerwehr, Krisenstab und übergeordneten Stellen im Vordergrund. Gemeinsam wurden typische Einsatzszenarien bei Hochwasser und Starkregen besprochen sowie Verbesserungspotenziale in der Kommunikation und der Ausstattung diskutiert.
  • Kritische Infrastruktur
    Vertreterinnen und Vertreter wichtiger Einrichtungen – wie Energieversorgung, Telekommunikation und Verkehrsanlagen – tauschten sich über die Sicherung ihrer Anlagen bei Extremwetterereignissen aus. Im Mittelpunkt standen Fragen der Erreichbarkeit, Notstromversorgung, Zugänglichkeit im Schadensfall und der Informationsweitergabe an die Bevölkerung.
  • Verwaltung, Gewässerunterhalt und Forst
    In dieser Runde wurden unter anderem Unterhaltungsmaßnahmen an Gewässern, die Rolle des Waldes bei der Wasserrückhaltung sowie Genehmigungsfragen und Zuständigkeiten erörtert. Es ging darum, Vorsorge, Pflege und bauliche Maßnahmen so zu verzahnen, dass sie im Starkregenfall bestmöglich wirken und Schäden reduzieren.
  • Weinbau und Erosionsvorsorge
    Mit Winzerinnen und Winzern sowie Fachleuten aus dem Bereich Bodenschutz wurden erosionsmindernde Bewirtschaftungsformen, Begrünungsmaßnahmen und technische Optionen zur Reduzierung von Abschwemmungen besprochen. Dabei wurde deutlich, welch wichtige Rolle die Bewirtschaftung der Flächen für den Schutz der Ortschaften spielt.


Moderiert wurden die Gespräche von Fichtner Water & Transportation, die den Austausch strukturierten und die Ergebnisse für das weitere Konzeptverfahren sicherten. Für die Fachrunden wurden gezielt Spezialistinnen und Spezialisten eingeladen, darunter Herr Harald Hermann als Feuerwehrexperte sowie Frau Dr. Claudia Huth vom DLR, die wissenschaftliche und praktische Perspektiven zur Starkregenvorsorge im Bereich Weinbau einbrachte.

Alle vier Vernetzungsgespräche waren erfolgreiche Veranstaltungen von denen alle Beteiligten profitieren konnten. Sie haben die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure gestärkt, Verantwortlichkeiten geschärft und die Verteilung von Kompetenzen und Aufgaben einen großen Schritt vorangebracht. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die weitere Ausarbeitung des örtlichen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepts ein und bilden eine wichtige Grundlage für konkrete Maßnahmen vor Ort.

Die Verbandsgemeindeverwaltung bedankt sich herzlich bei den Referentinnen und Referenten, beim Team Fichtner, bei allen Stakeholdern sowie bei allen interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement und die wertvollen Beiträge. Ohne dieses breite Zusammenwirken kann eine wirksame Vorsorge gegen Hochwasser und Starkregen nicht gelingen.