Ortsbegehung Ranschbach

Ortsbegehung öHSVK: Ranschbach
Teilnehmer:
Herr Holz, VG Landau-Land
Herr Pfaffmann, VG Landau-Land
Jonas Lauth, Feuerwehr Ranschbach
Thorsten Doll, Ortsbürgermeister Ranschbach
Klaus Lauth, Erster Beigeordneter Ranschbach
Herr Wagner, Fichtner Water & Transportation
Herr Klein, Fichtner Water & Transportation
4 Ortsbegehung Ranschbach
4.1 Geeignete Kanäle zur Aktivierung der Öffentlichkeit zur zentralen Auftaktveranstaltung und den BürgerInnen-Workshops sind gemäß der Ortsvertreter:• Amtsblatt• Ranschbach App• Instagram-Kanal der Feuerwehr
4.2 Bei der Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde liegen keine Alarm- oder Einsatzpläne mit Bezugzu Starkregen vor.
4.3 Aufgrund der steilen Topographie im Gemeindegebiet und der Ortslage Ranschbachs am Talboden ist die Ortsgemeinde als grundsätzlich gefährdet zu betrachten. Dies wird von den Ergebnissender hydraulischen Modellierung, dargestellt in MapView, unterstützt. Den ortskundigen Anwesenden ist jedoch nur ein Starkregenereignis mit schwereren Folgen bekannt. Dieses ereignete sich vor ca. 25 Jahren.
4.4 In Ranschbach gab es vor ca. 25 Jahren ein Hochwasser, welches den Ortskern einschließlich des dortigen Kindergartens traf. Verursacht wurde es durch ein in den Ranschbach gefallenes Kunststofffass, welches für den Anstau des Ranschbachs verantwortlich war. Eine Sensibilisierung der Bevölkerung bezüglich der Gefahr, die von in Bachnähe gelagertem Material ausgeht, scheint folglich sinnvoll.
4.5 Der Ranschbach ist innerorts unter der Straße "Am Heubrunnen" seit ca. den 70 er Jahren verrohrt. Dort kam es beim Starkregenereignis 1999 zu Wasseraustritt aus den Schachtdeckeln. Unterhalb der Weinstraße endet die Verrohrung. Der Ranschbach fließt anschließend in einemengen Graben zwischen den Gebäuden hindurch. Unter anderem an dem in der Vergangenheit stark von Überschwemmung betroffenen Kindergarten vorbei.
4.6 Westlich des Endes der Straße "Am Heubrunnen" verläuft der Ranschbach in einem offenen Graben. Zu den Gebäuden hin ist das Ufer stark befestigt (Ufermauer).
4.7 Am aus westlicher Richtung gesehen ersten Haus der Kaltenbrunnstraße verläuft der Ranschbach anders als in MapView dargestellt unter dem Gebäude hindurch anstatt im offenen Graben. Durch die tiefe Lage des Baches scheint es jedoch selbst bei Verlegung der Verrohrung alternative Fließwege zu geben, welche eine schadlose Abführung des Wassers ermöglichen.
4.8 Auf dem Gemeindegebiet gibt es zwei Regenrückhaltebecken. Beim südwestlich des Ortes gelegenen RRB liegt der Auslauf sehr tief, was die Effektivität verringert. Das Wasser wird nur kurzzurückgehalten, was zur Folge hat, dass nur wenig Wasser versickern kann.
4.9 Das zweite RRB liegt nördlich der Ortslage. Es handelt sich um ein betoniertes Becken. Ob auch der Grund betoniert ist, war nicht ersichtlich. Unterlagen des Beckens liegen nicht vor, diese müssten im Archiv in Speyer angefragt werden. Ein Zulauf befindet sich im Norden. Ein Einlaufbeckensammelt dort das aus Norden und Westen kommende Wasser. Es wird durch eine Verrohrung in das Becken geleitet. Der zweite Einlauf befindet sich im Südwesten und leitet das aus dieser Richtung auf dem Weg kommende Wasser in das Becken. Bei beiden Zuläufen scheint laut MapView nur ein Teil des Wassers gesammelt zu werden. Der Rest fließt weiter auf den Wegen in Richtung Siedlung. Als Ablaufbauwerk dient ein Mönch.

