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Energiespartipp

Basiswissen Bauphysik: Wärmeleitstufen von Dämmstoffen


Einer der wichtigsten Begriffe ist die „Wärmeleitfähigkeit“, auch „Wärmeleitstufe“ (WLS) genannt. Beim Dämmstoffkauf, wenn man zum Beispiel das Dach oder die Kellerdecke selbst dämmen möchte, ist es wichtig, einen Dämmstoff zu wählen, dessen Wärmeleitstufe möglichst niedrig ist. Denn nicht nur die Dämmstoffdicke, sondern auch die Dämmstoffqualität (sprich „Wärmeleitfähigkeit“) ist fürs Energiesparen sehr wichtig.
Die Wärmeleitfähigkeit wird mit dem griechischen Buchstaben λ (Lambda) gekennzeichnet. Für die, die es genau wissen wollen: Die Einheit lautet „Watt pro Meter und Kelvin“ (W/m∙K).
Jeder Stoff leitet Wärme. Würde es einen Stoff geben, der Wärme tatsächlich nicht durchlässt, würde man mit diesem Stoff mit Sicherheit unsere Häuser bekleiden. Dann wäre der Begriff „Wärme-Isolierung“ richtig. Denn es wäre eine hundertprozentige Trennung zwischen „warm“ und „kalt“ (Isolierung). Da aber jeder Stoff Wärme leitet, muss man Dächer und Fassaden so ausstatten, dass die teure Raumwärme möglichst langsam nach außen fließt. Man spricht deshalb von „Wärmedämmung“ und eben nicht von „Wärme-Isolierung“.
Wände aus Beton lassen Wärme nahezu ungehindert hindurch. Denn Beton ist ein sehr guter Wärmeleiter, hat also im Umkehrschluss eine sehr schlechte Wärmedämmung. Die Wärmeleitzahl für Beton liegt bei 2,1 W/m∙K.
Gemauerte Wände (z.B. aus Porenziegeln oder Leichtbetonsteinen) sind da schon besser. Deren Wärmeleitzahlen liegen zwischen 0,14 und 0,09 W/m∙K. Dämmstoffe wie Mineralfaser- und Hartschaumplatten, aber auch Ökodämmstoffe (z.B. Zellulose, Hanf oder Holzfaserplatten) sind üblicherweise in den Gruppen „0,032“, „0,035“ und „0,040“ erhältlich. 0,032 ist in dieser Auflistung die Gruppe mit der besten Dämmwirkung.

Modernes Mauerwerk (z.B. aus Porenziegeln kommt an die Lambda-Werte von Dämmstoffen schon recht nah heran. Dort muss man (bei entsprechenden Wanddicken) nicht zwingend dämmen. Gebäude aus Beton gehören aber in jedem Fall in die Kategorie „Sofort handeln“.

Achtung: Die Wärmeleitzahl λ (Einheit W/m∙K) nicht mit dem U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient), Einheit (W/m2∙K) verwechseln: Der U-Wert errechnet sich aus der Wärmeleitzahl und der Dicke des Bauteils.

Quelle: Ronald Meyer (BVGeM)